Anklage
Mutter gesteht: Baby erstickt und in einen Badesee geworfen
Freitag, 8. August 2008 12:19Ein schrecklicher Fund wurde am vergangenen Wochenende im Landkreis Hof in Nordbayern gemacht. In einem See schwamm die Leiche eines toten Babys. Die Mutter des Säuglings konnte ermittelt werden und wurde festgenommen. Sie gestand die Tat.

Das in einem See nahe dem oberfränkischen Hof gefundene Baby ist von seiner Mutter mit einer Decke erstickt worden. Die 32 Jahre alte Frau aus Tauperlitz habe gestanden, ihren Sohn getötet zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft Hof mit. Der Säugling sei vermutlich bereits im Herbst 2006 unmittelbar nach der Geburt erstickt worden. Es war das vierte Kind der Frau. Gegen die 32-Jährige wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Ihr Motiv ist noch nicht bekannt. Eine Verzweiflungstat der psychisch angeschlagenen Frau könne aber nicht ausgeschlossen werden.
Baby war bereits mehrere Monate tot
Die Leiche des Säuglings sei bereits am vergangenen Wochenende in dem Gewässer gefunden worden, teilte der Chef der Staatsanwaltschaft, Gerhard Schmitt, weiter mit. Er äußerte sich nicht zu der Frage, ob die 32-Jährige die Ermittler zu dem Teich geführt habe. Nachdem die Frau das Kind erstickt habe, habe sie die Leiche in eine Plastiktüte gesteckt und in dem Teich versenkt.
„Wir haben Anhaltspunkte für das Motiv, möchten sie aber noch nicht preisgeben“, sagte der Leiter der Hofer Mordkommission, Reinhard Kopp. Die Frau befinde sich in einem schlechten psychischen Zustand. Es gebe Anhaltspunkte für eine psychische Zwangslage. Die 32-Jährige bedauere die Tat sehr, sagte Kopp. „Sie ist auf keinen Fall eine gewissenlose Kindsmörderin.“ Ein psychiatrisches Gutachten werde auch die Frage der Schuldfähigkeit prüfen.
Mutter tötet das Kind alleine
Nach den bisherigen Erkenntnissen habe die 32-Jährige ihr Kind alleine getötet. Es gebe auch keine Hinweise auf weitere Babyleichen. Auf die Spur kam die Polizei der Frau im Zuge anderer Ermittlungen. Dabei hätten sich entsprechende Anhaltspunkte ergeben.
Die 32-Jährige habe mit ihren beiden jüngeren Kindern im Alter von einem Jahr und drei Jahren in geordneten Verhältnissen in Tauperlitz gelebt, hieß es. Der zwölf Jahre alte Sohn lebe dagegen bei seinem Vater. Die beiden jüngeren Kinder wurden inzwischen bei nahen Verwandten untergebracht.dpa/cor
Erschienen am 15.03.2007
















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