Syrische Kultur aus erster Hand auf Weihnachtsmarkt

Syrische Kultur aus erster Hand auf Weihnachtsmarkt

Neben Glühwein, Würstchen und Lebkuchen können Besucher des Weihnachtsmarkts im mittelfränkischen Schillingsfürst in diesen Tagen auch etwas Exotisches probieren: Dabei handelt es sich um den Falafel-Stand einer Familie, die aus Syrien geflohen ist. Die 20-jährige Mayar Ballish beschreibt gut gelaunt ihre aktuelle Situation: "Ich fühle mich hier wohl, natürlich ist es nicht wie zu Hause. Die Leute hier sind sehr nett und lieb. Und die Sprache ist immer schwierig." Die syrische Küche der Flüchtlingsfamilie wird in Schillingsfürst als Zeichen guter Integration gesehen. Familienvater Moneer Ballish ist aber auch Künstler und will mit seinen Werken Menschen berühren: "Ich möchte, dass die Menschen die Gefühle der Syrer verstehen, egal wo sie leben. Sie sollen verstehen, was wir durchmachen." Moneer Ballish lässt seine Bilder sprechen. Einige Weihnachtsmarkt-Besucher äußern sich begeistert über die Werke des Künstlers: "Man sieht auch ganz klar, dass es hier verarbeitete Erlebnisse sind. Und es schön ist, an einer künstlerischen Art und Weise daran teilhaben zu können." "Das berührt mich sehr. Also besonders die Bilder, die der Moneer, die der Papa von der Nawars macht, die sind ja, die rühren mich zu Tränen möchte ich mal sagen. Das ist ja auch eine politische Aussage, die er damit verbindet." Die Einnahmen durch den Verkauf der Bilder sollen übrigens gespendet werden für syrische Kinder, die im Krieg verletzt wurden. Die Geschichte der Familie Ballish ist also die schöne Geschichte einer erfolgreichen Integration.
Di, 13.12.2016, 19.19 Uhr

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