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04.02.12

Schiffsunglück vor Italien

Sturm drückt Fähre an Hafendamm – 25-Meter-Riss

Wieder ein Schiffsunglück vor der Küste Italiens: Eine Fähre ist wegen des Schneesturms auf Grund gelaufen. Eine Schiffswand wurde dabei aufgerissen.

© dpa/DPA
Aufgerissene Schiffswand der "Sharden"

In Italien ist am Freitagabend eine Fähre mit mehr als 300 Menschen an Bord auf Grund gelaufen. Das Schiff mit 263 Passagieren und 53 Besatzungsmitgliedern sei kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen der Stadt Civitavecchia nördlich von Rom in einem Schneesturm vor einen Damm gedrückt worden, teilten die Hafenbehörden mit. Dabei habe sich ein 25 Meter langer Riss gebildet, allerdings über der Wasseroberfläche.

Die "Sharden" der Reederei Tirrenia, die nach Olbia auf Sardinien fahren sollte, wurde mit Hilfe von zwei Schleppern in Sicherheit gebracht. Verletzt wurde niemand, die Küstenwache holte alle Passagiere von dem beschädigten Schiff. Kurz nach dem Unfall war an Bord jedoch Panik ausgebrochen, weil die Passagiere ein Unglück wie beim Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" vor drei Wochen befürchteten.

Die "Costa Concordia" war ebenfalls in Civitavecchia in See gestochen und am Abend des 13. Januars mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der toskanischen Insel Giglio havariert. Bei dem Unglück kamen vermutlich 32 Menschen ums Leben, darunter mindestens sechs Deutsche.

Wegen der Wetterlage forderten die Behörden die Menschen auf, auf unnötige Reisen zu verzichten. Es wurde erwartet, dass das winterliche Wetter auch die nächsten Tage noch andauert. Auch im Flugverkehr musste mit Behinderungen gerechnet werden. Alitalia hatte schon vorsorglich rund 40 Starts und Landungen abgesagt.

Den letzten derartig starken Schneefall gab es in Rom 1986, auch wenn es in den Jahren danach immer mal wieder vorkam, dass die Stadt zumindest kurzzeitig schneebedeckt war, so auch 2010.

Quelle: AFP/dapd/sara
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