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02.02.12

Gewissheit

Totes Kind am Kap Arkona als Katharina identifiziert

Jetzt ist es traurige Gewissheit. Das tote Kind, dessen Leiche am Dienstag an den Strand bei Kap Arkona auf Rügen gespült wurde, ist Katharina aus Brandenburg.

dapd/DAPD

Auf der Ostseeinsel Rügen sind am zweiten Weihnachtstag 2012 mehrere Menschen verletzt worden, ein Mädchen wurde vermisst.

10 Bilder

Die kleine Katharina aus Brandenburg ist tot. Die am Dienstag am Kap Arkona auf Rügen entdeckte Leiche sei eindeutig Katharina, sagte Oberstaatsanwalt Ralf Lechte am Donnerstag in Stralsund. Dies habe eine rechtsmedizinische Untersuchung ergeben. DNA und besondere körperliche Merkmale stimmten überein.

Die Zehnjährige war am 26. Dezember 2011 bei einem Spaziergang mit Mutter und Schwester an der Steilküste am Kap Arkona ums Leben gekommen, als sich urplötzlich mehrere tausend Kubikmeter Kreide und Geröll aus dem 35 Meter hohen Steilküstenkliff über ihnen lösten und in die Tiefe stürzten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde das Mädchen von dem Geröll erschlagen.

Nach zwei Wochen intensiver Suche hatten die Helfer am 8. Januar 2012 die Bergungsarbeiten ergebnislos abgebrochen - obwohl Leichenhunde immer wieder an der Abbruchstelle angeschlagen hatten. Mit Schaufeln und zuletzt einem Bagger hatten sie an der Abbruchstelle teilweise bis zu sieben Meter tief Kreide- und Gesteinsmassen abgetragen und nach Überresten der kleinen Katharina durchsucht. Weil die Leiche nicht gefunden worden war, gingen die Behörden zuletzt davon aus, dass das Kind unter dem Druck der herabstürzenden Geröllmassen auch ins Meer gespült worden sein könnte.

Am Dienstag hatten Mitarbeiter der Gemeinde Putgarten bei einem Kontrollgang die Leiche 20 Meter nördlich der Unglücksstelle am Küstensaum entdeckt. Putgartens Bürgermeister Ernst Heinemann, der bei der Bergung vor Ort war, war sich sicher, dass es sich bei der Toten um Katharina handelt.

Bei einer bewegenden Trauerfeier hatten die Helfer und die Gemeinde Putgarten am 14. Januar Abschied von dem Mädchen genommen. Der Vater hatte dabei den Helfern für ihren Einsatz gedankt.

Quelle: dpa/sei
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