Costa Concordia
Taucher stellen Suche nach Toten endgültig ein
17 Menschen wurden aus der havarierten Costa Concordia tot geborgen, 15 werden noch vermisst. Trotzdem wurde jetzt die Suche vor der Insel Giglio endgültig abgebrochen. Die Bergungsarbeiten im Inneren des Kreuzfahrtschiffs sind für die Taucher einfach zu gefährlich.
Die Suche nach Vermissten im Wrack der Costa Concordia ist endgültig eingestellt worden. Die Suchaktionen im Inneren des Schiffs würden aus Sorge um die Sicherheit der Taucher beendet, sagte ein Sprecher der italienischen Feuerwehr. 17 Tote wurden bislang aus dem vor der Toskana-Insel Giglio havarierten Schiff geborgen, 15 Menschen werden noch vermisst.
Der italienische Zivilschutz informierte nach eigenen Angaben die betroffenen Familien und Botschaften über die Entscheidung. Ein Hoffnungsschimmer für die Angehörigen bleibt: Feuerwehrangaben zufolge sollen aber Helfer erneut bestimmte aus dem Wasser ragende Teile der Costa Concordia sowie die unmittelbare Umgebung des Wracks nach Leichen absuchen.
Deutsche Tote identifiziert
Inzwischen wurde ein sechstes deutsches Todesopfer identifiziert. Es handele sich um eine 66-Jährige Frau aus dem Landkreis Biberach, teilte die Polizei am Dienstag mit. Damit gelten nach Angaben des Auswärtigen Amtes noch sechs Deutsche als vermisst. Am Sonnabend war die fünfte deutsche Leiche identifiziert worden. Das Opfer stammt laut Landeskriminalamt aus dem Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg. Offenbar handelt es sich dabei um eine 71-Jährige aus dem Raum Nürtingen.
Helfer hatten am Wochenende einen weiteren und damit den 17. Toten geborgen. Dabei soll es sich nach Angaben der Präfektur in Grosseto um ein peruanisches Crewmitglied handeln.
Schiff bewegt sich
Wegen starken Windes und hohen Wellengangs hatte sich das Wrack der Costa Concordia in seiner Position verschoben. Normalerweise bewege sich das Wrack zwischen zwei und drei Millimeter pro Stunde, dieses Mal habe sich das Wrack um etwa 3,5 Zentimeter bewegt, teilte der italienische Zivilschutz mit.
Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen wurde die Suche nach den Vermissten schon zuvor immer wieder eingestellt. Der Krisenstab auf der Insel Giglio hatte mehrfach betont, dass sich das 290 Meter lange Schiff zwar leicht bewege, es jedoch stabil auf einem Felsen liege.
Die "Costa Concordia" war am Abend des 13. Januar mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der toskanischen Insel Giglio auf Grund gelaufen, Leck geschlagen und gekentert.
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
- Kreuzfahrt-Unglück: Hoher Wellengang verschiebt "Costa Concordia"-Wrack
- "Costa Concordia": Suche nach Vermissten endgültig eingestellt
- "Costa Concordia": Fünftes deutsches Todesopfer identifiziert
- Entschädigung: Sechs "Costa"-Passagiere fordern 348 Millionen Euro
- Entschädigung: Jeder Costa-Passagier soll 11.000 Euro bekommen
- Betrugsversuch: "Costa"-Vermisste bereits seit drei Jahren tot
-
20:11Piraten-Chef: Wie der "Bundesbernd" Piraten-Amt und Job stemmt
-
19:17Karneval: Kreuzberger Käuze, Kinder und eine lange Karawane
-
18:51Pfingsttreffen: Sudetendeutsche wählen auffällig leise Töne
- 1. Live-Ticker Hertha BSC will über Einspruch beraten
- 2. Relegationsspiel Hertha BSC und der Abstieg ohne Gnade
- 3. Relegationsspiel Hertha BSC gibt sich offenbar geschlagen
- 4. Stromerzeugung Solaranlagen liefern so viel Strom wie fast 20 Atommeiler
- 5. Rocker-Kriminalität Hells Angels betrieben eigenen Folterkeller














