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15.01.12

Wunderkind

Arfa Karim stirbt mit 16 Jahren an Herzinfarkt

Sie galt als Computergenie und wurde mit gerade einmal neun Jahren die weltweit jüngste Mitarbeiterin des Softwaregiganten Microsoft. Jetzt ist Arfa Karim Randhawa an einem Herzinfarkt gestorben.

© dpa
Ein undatiertes Foto zeigt das pakistanische Mädchen Arfa Karim Randhawa, die jüngste Mitarbeiterin des Microsoft-Konzerns
Ein undatiertes Foto zeigt das pakistanische Mädchen Arfa Karim Randhawa, die jüngste Mitarbeiterin des Microsoft-Konzerns

Sie war eine kleine Berühmtheit in Pakistan, sie galt als Genie und legte schon im Kindesalter eine Traumkarriere in der Computerbranche hin – Arfa Karim Randhawa wurde mit gerade einmal neun Jahren die weltweit jüngste Mitarbeiterin des Softwaregiganten Microsoft. Nun ist die Pakistanerin mit nur 16 Jahren an den Folgen eines epileptischen Anfalls und eines dadurch ausgelösten Herzinfarkts gestorben. Das berichteten am Sonntag pakistanische Medien. Vor ihrem Tod am Samstag hatte die Jugendliche schon mehrere Wochen lang in einem Militärkrankenhaus in der ostpakistanischen Provinzhauptstadt Lahore im Koma gelegen.

An der Trauerfeier in der Al-Khalid-Moschee von Lahore nahmen am Sonntag viele Prominente teil, darunter der Ministerpräsident der Provinz Punjab, Shahbaz Sharif, wie die Zeitung "The Nation" berichtete. Anschließend wurde der Sarg des Mädchens, der mit einer grün-weißen Nationalflagge geschmückt war, in den Heimatort der Toten in der Nähe der Stadt Faisalabad in Zentralpunjab gebracht. Dort sollte Arfa Karim im Kreise ihrer Familie beigesetzt werden.

Microsoft hatte das in Pakistan als Wunderkind gefeierte und mehrfach ausgezeichnete Mädchen 2004 zur offiziell zertifizierten Mitarbeiterin des Unternehmens gemacht. Mit ihren neun Jahren war die Tochter eines Offiziers der pakistanischen Armee die jüngste von Hunderten Softwareentwicklern rund um den Globus. Bei einer Microsoft-Konferenz in Barcelona im November 2006 wurde sie für ihre außergewöhnlichen Leistungen geehrt. Neben ihren Computerkenntnissen brillierte Arfa auch noch auf einem anderen Gebiet: Mit gerade einmal zehn Jahren erwarb sie einen Flugschein. Zeitungsberichten zufolge lud Microsoft-Gründer Bill Gates sie im Jahr 2005 persönlich in den Firmensitz bei Seattle ein.

Gates soll sich in den vergangenen Wochen auch dafür eingesetzt haben, das schwer kranke Mädchen in den USA behandeln zu lassen. Die Ärzte in Lahore hätten jedoch von einer Überführung abgeraten. Arfa Karim Randhawa hatte schon seit längerer Zeit unter schweren epileptischen Anfällen gelitten.

Quelle: BMO
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