München
Rammstein-Konzert am Totensonntag verboten
Die Band Rammstein ist für drastische Klänge und brachiale Auftritte bekannt. Als Untermalung des Totensonntags fand München dies unangemessen – und verbot ein Konzert.
Die Stadt München hat ein Konzert der Band Rammstein am Totensonntag (20. November) verboten. Das teilte die Konzertagentur MCT in Berlin mit. Das Kreisverwaltungsreferat bestätigte das Verbot. Das ausverkaufte Konzert wird um zwei Tage verschoben. Rammstein soll nun am 22. November in München auftreten. Die Karten behalten ihre Gültigkeit oder können beim Ticketshop zurückgegeben werden.
Die Konzertagentur zeigte Unverständnis für die Münchner Entscheidung: "Es erscheint absolut willkürlich, warum ein Rammstein-Konzert verboten wird, wohingegen Dutzende andere Konzerte am Totensonntag stattfinden dürfen", hieß es in einer Mitteilung.
In den vergangenen Jahren hätten rund 130 Konzerte unterschiedlichster Musikrichtungen an den sogenannten stillen Tagen wie Aschermittwoch, Karfreitag, Allerheiligen oder Totensonntag stattgefunden.
Die martialische auftretende Rockband hatte in der Vergangenheit immer wieder Ärger mit den Behörden. Beispielsweise hatte die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien das Nummer-eins-Album "Liebe ist für alle da" im November 2009 auf den Index gesetzt, so dass Kinder und Jugendliche es nicht mehr frei kaufen konnten. Ein halbes Jahr später wurde dieses Verkaufsverbot allerdings gerichtlich aufgehoben.
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