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02.07.11

Hochzeit in Monaco

Was der Kuss von Albert und Charlene aussagt

Nach der standesamtlichen Trauung traten Fürst Albert und seine Frau Charlene auf den Balkon und küssten sich. Wie Körpersprache-Experte Stefan Verra die Geste deutet.

Wahre Liebe sieht anders aus. Diesen Eindruck dürften zumindest die Zuschauer vor dem fürstlichen Palast in Monaco gehabt haben, als Albert und Charlene für den offiziellen Hochzeitskuss auf den Balkon kamen. "Total spannend" findet auch Stefan Verra die Bilder vom ersten Auftritt des Fürstenpaares. Verra ist Experte für Körpersprache. "Charlene und Albert haben den Kuss mit Bravour gemeistert – aber nur in dem Sinne, dass es ein zeremonieller Punkt war, der sein musste."

Der in Wien lebende Coach und Referent ( www.stefanverra.com ) erkennt starke Unterschiede in der Körpersprache. "Charlene schließt die Augen – also das für den Menschen wichtigste Informationstor zur Umwelt. Sie möchte sich ganz auf das konzentrieren, was sie mit ihren Lippen spürt." Albert hat die Augen geöffnet. "Er ist weniger entspannt. Er schaut ihr über die Schulter, als wolle er sicher gehen: Ist da nicht noch irgendwer?" Daraus sei ein Informationsbedürfnis erkennbar. Vera fügt süffisant hinzu: "Man könnte fast meinen, dass er nach der Stoppuhr sucht, an der er ablesen kann, wie lange der Kuss dauern muss."

Doch auch bei Charlene, die auf den ersten Blick entspannt wirkt, sieht der Experte, dass sie es nicht ist. Ihre Schultern hat sie nach oben gezogen. "Das ist ein ziemlicher Energieaufwand. Das macht ein Mensch nur, wenn er sich etwas davon verspricht – etwa um sich zu schützen." Entspanntes Gesicht, angespannter Körper: Ob Charlene wirklich verliebt ist, lässt sich also nicht eindeutig sagen. Dafür wirke sie aber deutlich weniger dominant als Kate Middleton beim Hochzeitskuss auf dem Balkon des Buckingham Palastes. Charlene lässt Albert auf sich zukommen. Aus der Handhaltung lasse sich zudem Inaktivität ablesen. "Menschen, die kein Interesse an ihrer Umwelt haben, lassen ihre Greifwerkzeuge hängen. Sie möchten in diesem Moment nicht aktiv ins Geschehen eingreifen." Höfische Etikette statt großer Gefühle. "Ganz klassisch."

Quelle: zel
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