Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
17.01.11

"Dschungelcamp", Tag 3

Sarah Knappik, erfolglose Dschungel-Heulsuse

Sarah Knappik alias Heulsuse vergießt an Tag drei im "Dschungelcamp" Tränen über eine verpatzte Prüfung, quengelt über Verstopfung und hasst sich selbst.

RTL/Stefan Menne

Am dritten Tag im "Dschungelcamp" musste Sarah Knappik dafür sorgen, dass die Teilnehmer ihre Essensration bekommen. Dirk Bach und Sonja Zietlow erklären ihr, was auf sie zu kommt.

18 Bilder

Blond, blonder, Sarah Knappik. Das schlanke Model, dessen Sprechorgan irgendwo zwischen Verona Pooth und Gina-Lisa Lohfink anzusiedeln ist, war in den ersten beiden Folgen der trashigen RTL-Realitysoap "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" vor allem durch Redseligkeit und Diskussionsfreude aufgefallen. Oder anders ausgedrückt: Sie nervte wie ein Kropf.

Prompt erwählten die TV-Zuschauer die 24-jährige Bochumerin zum Opfer der dritten Dschungelprüfung – offenbar deshalb, um der dauerquasselnden Diva eins auszuwischen, und zum anderen, weil man sich davon mehr Drama und Unterhaltungswert als von Alt-Hippie Rainer Langhans versprach, der bei seiner Prüfung in einschläfernder Seelenruhe in einem Kakerlaken-Sarg ausgeharrt hatte.

Und die Rechnung ging auf: Quiekend und stöhnend robbte sich Knappik in der Mutprobe namens "Ab durch die Wand" durch ein enges, von Krabbeltieren bevölkertes Tunnellabyrinth, wobei es galt, in acht Minuten möglichst viele Sterne zu finden und einzusammeln, um diese später gegen Essensrationen für die Dschungelcamp-Insassen einzutauschen.

Zunächst gab sich das Model zuversichtlich: "Ich streng' mich saumäßig an, ich versprech' es euch!" Doch kaum war sie eine Minute in den feuchten, finsteren Höhlengängen, war es schon vorbei mit dem Enthusiasmus. Atmung und Kreislauf wollten nicht mehr mitmachen, Knappik warf das Handtuch. Mit hängendem Kopf kehrte sie heulend ins Camp zurück: "Scheiße, ist mir das peinlich. Ich hasse mich selbst. Jetzt müssen alle hungern wegen mir."

Die übrigen Kandidaten nahmen es zunächst gelassen, und insbesondere Katy Karrenbauer (die einst als Insassin im RTL-"Frauenknast" schon manche Mitgefangene getröstet hatte) versuchte in kumpelhafter Pose, die schluchzende Knappik aufzumuntern.

Doch auf Dauer kennen Urwald-Leistungsgesellschaft und Soap-Inszenierung von RTL kein Pardon. Ein fröhliches Miteinander ist in der tropischen Trash-WG ohnehin nicht vorgesehen, schließlich konkurrieren hier elf abgehalfterte Promis um Zuschauergunst und Preisgeld. Nur einer von ihnen hat Ende des Monats die zweifelhafte Ehre, Dschungelkönig zu werden, alle anderen werden von den TV-Zuschauern ab der zweiten Woche per Telefonabstimmung nach und nach aus dem Camp abgewählt.

Und wenn es nach Kandidat Jay Kahn ginge, wäre Knappik die erste, die das Urwaldlager verlassen muss. Denn im Gegensatz zu Karrenbauer hatte der Boyband-Sänger nur wenig Mitleid für die nach ihrer Niederlage permanent weinende und jammernde Blondine.

Als Letztere dann auch noch den Abwaschdienst verweigerte, um sich stattdessen auf ihrer Hängematte weiter die emotionalen Wunden zu lecken, war bei Khan endgültig der Ofen aus. Wütend machte er seinem Ärger über das zartbesaitete Model Luft: "Ein Mensch kommt ins Dschungelcamp, um seine Grenzen zu testen, um Ausdauer zu beweisen, und vor allem in einer Gruppe als Teamplayer sich zu integrieren. Das sind alles Sachen, die Sarah absolut nicht drauf hat! Ich hab' keinen blassen Schimmer, wieso sie hier ist!"

Fast könnte man derlei seifenoperettenhafte Dschungeldramen als TV-Dünnpfiff bezeichnen, wäre da nicht die delikate Mitteilung, dass im Darmtrakt einiger Kandidaten im Camp bislang genau das Gegenteil der Fall war. Das Niveau endgültig in den Keller befördernd, wurde dies in der Sendung ausgiebig zur Sprache gebracht. Während Kandidatin Indira erleichtert feststellte: "Bei mir flutscht’s. Deep from the Dickdarm", stand Knappik einmal mehr weinend vor der Dschungelcamp-Latrine und gab darüber Auskunft, wie schlimm ihre Verstopfung für sie sei.

Und als wären all diese tiefen Einblicke in die psychische und physische Verfassung der blonden Kandidatin noch nicht genug, votierte das TV-Publikum am Ende für einen sofortigen, deftigen Nachschlag: In der nächsten Show muss Knappik die Ekel-Prüfung "Oktoberfest im Dschungel" absolvieren, und dies ausgerechnet in Zusammenarbeit mit ihrem schärfsten Kritiker Jay Khan.

Die Beiden werden allerlei ekelerregende Speisen und Getränke zu verzehren haben. Lautstarkes Drama dürfte dabei wieder garantiert sein. Und vielleicht wird es ja auch die Verdauung anregen.

Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
Besucher testen neue Achterbahn im Belantis Park
Achterbahn im freien Fall

Immer rasanter: Neue Bahnen versprechen Schwerelosigkeit.

Video Nachrichten mehr
Assad-Regime Opferzahl nach Angriffen in Syrien steigt
Mitte Polizei sucht mit Bildern nach Angreifer vom Alex
Ausflugswetter Viel Sonne versüßt Deutschen das Pfingstfest
Käufersuche Eine Woche Galgenfrist für Schlecker
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Blücherplatz

Karneval der Kulturen mit Straßenfest eröffnet

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

DFB-Bundesgericht

Hertha kämpft gegen Sturz in die Zweite Liga

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote