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04.10.06

Kino

WM-Film begeistert Darsteller und Zuschauer

Merkel, Jauch und nahezu alle Nationalspieler nahmen gestern an der Premiere des Wortman-Films "Deutschland, ein Sommermärchen" teil. Jürgen Klinsman war nicht dabei, meldete sich aber trotzdem zu Wort.

© dpa
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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat gemeinsam mit rund 1700 weiteren Kino-Gästen die deutschen Fußball-Nationalspieler und Regisseur Sönke Wortmann nach der Premiere des WM-Films "Deutschland. Ein Sommermärchen" mit tosendem Applaus gefeiert. Nach der Vorführung am Dienstagabend in Berlin zeigten sich Prominente von WM-Cheforganisator Franz Beckenbauer bis Fernsehmoderator Günther Jauch sehr angetan von dem Dokumentarstreifen, der am (morgigen) Donnerstag bundesweit in die Kinos kommt.

"Wir haben uns bei der WM als gute Gastgeber präsentiert. Das ist es, warum ich heute hier bin", sagte Merkel. "Mir hat der Film richtig gut gefallen. Er zieht einen noch einmal richtig in den Sommer hinein", schwärmte Jauch nach der Vorführung im Theater am Potsdamer Platz, während der es immer wieder spontan zu Szenenapplaus gekommen war.

Wortmann bedankte sich für den lang anhaltenden Beifall mit einer tiefen Verbeugung bei den Premieren-Besuchern. "Schön, hier zu sein jetzt", sagte der Regisseur, der schon das "Wunder von Bern" in die Kinos gebracht hatte. Sein besonderer Dank galt den Nationalspielern, die er vor und während der WM mit seiner Kamera hautnah begleiten durfte. "Ich finde es gut, dass die 80 Millionen Fußball-Fans, die es seit der Weltmeisterschaft in Deutschland gibt, Einblick in das bekommen, was zum Beispiel in der Kabine passiert", kommentierte Beckenbauer.

Auch bei den Spielern weckte der fast zweistündige Film noch einmal das WM-Gefühl. "Die emotionalen Momente sind noch einmal hochgekommen - und auch eine Gänsehaut", sagte Abwehrspieler Philipp Lahm. Der Film, der das Innenleben der Nationalmannschaft zeigt, sei "absolut authentisch", betonte Bundestrainer Joachim Löw. Ex-Coach Jürgen Klinsmann war nicht zur Premiere nach Berlin gekommen, sondern übermittelte seine Grüße aus Kalifornien per Video. "Die WM war eine ganz, ganz tolle Zeit", sagte Klinsmann.

Die Erlöse des Films, der nach den Eindrücken der Premiere ein Kassenschlager werden dürfte, gehen an die SOS-Kinderdörfer. Bei der Erstaufführung am Dienstagabend wurde als Anzahlung bereits ein erster Scheck über 100 000 Euro überreicht. Das Geld fließt in sechs neue Dörfer für 800 Kinder, die derzeit weltweit entstehen.

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