TV-Streit
Doris Dörrie hält Christine Neubauer nicht mehr aus
Die Regisseurin Doris Dörrie kritisiert die Quotenfixierung der TV-Sender und die viel zu präsente Christine Neubauer.
Der gemeinsame Sohn heißt auch Lambert. Das Foto der vereinten Familie stammt aus dem Jahr 2007.
Im März war Regisseurin Dörrie von der Zeitschrift "TV Spielfilm" mit Blick auf die Schauspielerin Christine Neubauer mit den Worten zitiert worden: "Wenn ich noch eine Frau sehe, die eigentlich 50 ist, aber sagt, sie ist 35, und eine Farm in Afrika aufmacht, dann hole ich das Maschinengewehr."
Jetzt entschudligt sich Dörrie (55) sich für ihren persönlichen Angriff auf die im Fernsehen "sehr präsente" Schauspielerin Christine Neubauer (48) – in der Sache aber legt sie nach.
"Ich glaube, ich muss öffentlich Abbitte tun und mich bei Frau Neubauer entschuldigen: Also, es tut mir leid, ich wollte sie gar nicht persönlich kränken.
Aber ich bestehe darauf, dass die Programmverantwortlichen komplett bescheuert sind, 115 Filme im Jahr mit ihr zu zeigen", zitiert das "Süddeutsche Zeitung Magazin" die Filmemacherin ("Kirschblüten Hanami", "Männer").
Ob sie mit ihrer Kritik an der Einschaltquoten-Ausrichtung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht auch die vielen Millionen Zuschauer beleidige, für die die jährlich 10.373 Neubauer-Minuten im deutschen Fernsehen eine Freude seien? "Das ist das Totschlagargument der gesamten Branche: Die Deppen da draußen wollen es so, und wir hier drinnen mit Abitur geben ihnen, was sie brauchen."
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