Busunfall Reisebus rammt Reisebus - Zehn Tote und Dutzende Verletzte

Foto: Rico Loeb / AP

Schwerer Unfall auf der A4 bei Dresden: In der Nacht ist ein Reisebus auf der Autobahn auf einen zweiten Reisebus geprallt. Es gibt mindestens zehn Tote und 68 Verletzte.

Bei einem Busunglück in der Nacht zum Sonnabend auf der A4 in Dresden sind zehn Menschen ums Leben gekommen, 40 wurden schwer verletzt. Neun von ihnen schwebten am Nachmittag noch in Lebensgefahr, sagte der Amtsleiter der Feuerwehr, Andreas Rümpel. Sechs der Todesopfer sind inzwischen identifiziert: die zwei Frauen und vier Männer stammen aus Polen. Ursprünglich hatte die Polizei mitgeteilt, alle Todesopfer seien Polen.

Die Zahl der Toten war zunächst mit neun angegeben worden, am Nachmittag erlag allerdings ein weiteres Opfer seinen schweren Verletzungen.

Kurz vor 2 Uhr nachts war aus bislang unbekannter Ursache ein polnischer Reisebus auf einen Reisebus aus der Ukraine aufgefahren und dadurch ins Schlingern geraten. Das Fahrzeug durchbrach die Mittelleitplanke, raste im Gegenverkehr in einen polnischen Kleinbus und danach sechs Meter eine Böschung hinab.

Sieben der neun Menschen im Transporter und zwei Businsassen waren sofort tot oder starben an der Unfallstelle. Nach Angaben der Behörden wurden insgesamt 69 Menschen in umliegende Krankenhäuser gebracht – viele mit Schürfwunden, Prellungen, Brüchen oder einem Schock. Darunter waren auch vier Reisende aus dem ukrainischen Bus, der nach der Kollision zur nächsten Raststätte weitergefahren war.

Fahrer überlebte den Aufprall

Am Mittag trafen zwei Busse aus Polen in einem Sammellager unweit der Unfallstelle ein, um die Überlebenden abzuholen. Zudem wurden die ersten aus Kliniken entlassenen Leichtverletzten dorthin gebracht, wo auch Angehörige warteten. Der Fahrer des polnischen Busses hat den Unfall überlebt, war aber zunächst nicht vernehmungsfähig. Warum er auf den anderen Bus auffuhr, muss noch ermittelt werden. Berichte, wonach er am Steuer eingeschlafen sei, bestätigten die Behörden nicht.

Foto: Rico Loeb / dpa

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