Mississippi
Tornado tötet in den USA zehn Menschen
Ein Tornado hat im US-Bundesstaat Mississippi Verwüstungen angerichtet. Zehn Menschen kamen dabei ums Leben, Dutzende wurden verletzt, wie die Katastrophenschutzbehörde des Bundesstaates mitteilte. Der Gouverneur von Mississippi rief den Notstand aus. Unter den Todesopfern seien auch zwei Kinder, darunter ein drei Monate altes Baby.
Ein verheerender Tornado hat mindestens zehn Menschenleben im US-Bundesstaat Mississippi gefordert und eine Schneise der Verwüstung gezogen.
Unter den Todesopfern seien auch zwei Kinder, darunter ein drei Monate altes Baby, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf die lokale Katastrophenschutzbehörde. Die Behörden befürchten, dass die Zahl der Opfer unter den Trümmern noch weiter steigt.
Der Wirbelsturm mit einem Durchmesser von mehr als einem Kilometer und Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Stundenkilometern habe auf seinem Weg durch den Südstaat von der westlichen Grenze nach Louisiana in Richtung Nordwesten nach Alabama dramatische Schäden hinterlassen.
Häuser wurden abgedeckt, Bäume und Strommasten umgeknickt. Die Wucht des gewaltigen Sturms fegte Autos von den Straßen. In der besonders schwer betroffenen Kleinstadt Yazoo City kamen mindestens drei Menschen ums Leben. Weiter nördlich, im Bezirk Choctaw, starben fünf Menschen. Dutzende wurden verletzt. Zwei weitere Bezirke waren betroffen.
Teile des 14.500-Einwohner-Orts Yazoo City seien "ausradiert", sagte der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, Greg Flynn. Viele Häuser lagen in Trümmern. Suchtrupps durchkämmten die Gegend bis zum Abend nach weiteren Vermissten.
Mehrere Verletzte mussten in die Krankenhäuser umliegender Orte gebracht werden. "Kirchen wurden weggefegt, Bäume und Stromleitungen heruntergerissen", sagte Mississippis Gouverneur Haley Barbour, der in Yazoo City wohnt. Er habe Mitglieder der Nationalgarde aktiviert, um die Ordnung in den betroffenen Gebieten wiederherzustellen. Präsident Barack Obama halte sich über die Situation am Laufenden, und auch die nationale Katastrophenbehörde FEMA sei eingebunden.
Der Nationale Wetterdienst warnte vor "zum Teil gefährlichen Situationen". "Suchen sie Schutz, sobald sie den Donner hören", hieß es bei AccuWeather. Die Menschen "müssen sich unter der Erde befinden", um wirklich sicher zu sein, meinte ein CNN-Meteorologe.
Das gewaltige Sturmtief sorgte im Süden und Mittlerem Westen der USA für mindestens weitere 40 Tornados. Betroffen waren auch die Staaten Missouri, Tennessee, Alabama, Georgia, Arkansas, Kentucky und Indiana.
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