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21.04.10

US-Armee

Viele Amerikaner sind zu dick fürs Militär

Sorge um die Schlagkraft der US-Armee: Viele junge Rekruten sind derart übergewichtig, dass sie keinen Militärdienst leisten können.

© dpa
Hamburger mit Chips & Cola
Die Amerikaner lieben ihr fettes Essen, aber Fett macht auch träge, und Trägheit macht eine lahme Armee

"Nicht tauglich" – 75 Prozent aller Bewerber für die amerikanische Armee bekommen diesen Stempel. Es sind verschiedene Gründe: Sie haben keinen Schul-Abschluss geschafft, sind körperlich beeinträchtigt oder vorbestraft. Doch in den letzten 15 Jahren hat ein Ablehnungsgrund stark zugenommen: viele haben Übergewicht.

Eine neue Studie hat ergeben, dass 27 Prozent aller jungen Amerikaner untauglich für den Dienst an der Waffe sind, weil sie zu dick sind. Die Studienleiter von "Mission: Readiness", eine Gruppe von pensionierten Offizieren, sind besorgt: "Das Übergewicht bei Kindern ist zu einer Frage der nationalen Sicherheit geworden. Fast Food stiehlt uns gute Rekruten!" sagt Lt. General Norman Seip von Mission: Readiness.

Und den Feind haben sie auch schon ausgemacht: die staatlichen Highschools. Dort beginne bereits die Schwächung der amerikanischen Armee. Die Mahlzeiten der Schulen würden die Kinder schon früh fett machen und ihnen keinen Sinn für gesunde Ernährung geben.

Dieser fehlende Sinn kann auch später zum Problem führen. Die Kasernen berichten über Soldaten, die nach ihrer bestandenen Aufnahmeprüfung verfetten und nicht mehr dienstfähig seien. Sobald Männer eine Gewicht von 117 Kilogramm (Frauen: 110) überschreiten, gelten sie als nicht mehr tauglich für den Dienst an der Waffe und werden anderweitig eingesetzt.

Die Studienleiter hoffen nun, dass das Ergebnis den US-Kongress dazu antreibt, ein Gesetz für Kinderernähung schafft und so vor allem Fast Food aus den Schulen vertreibt. Denn, so die Studienleiter, die nationale Sicherheit des Jahres 2030 hängt davon ab, heute unsere Kinder wieder dünn zu machen."

Quelle: toto
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