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Lena vs. Jennifer – Zwei Mädchen wollen nach Oslo
Gegen zahlreiche Bewerber haben sie sich durchgesetzt, nun entscheidet sich, wer wirklich die Beste von allen ist: Lena Meyer-Landrut und Jennifer Braun kämpfen bei "Unser Star für Oslo" im Finale um die Teilnahme am Eurovision Song Contest. Ein Gewinner der Show steht schon jetzt fest: die ARD.
Von Cordula Schmitz
Lena Meyer-Landrut – das ist eigentlich nicht gerade der Name für einen Popstar. Jennifer Braun hört sich auch wenig glamourös an. Und doch wird eine der beiden 18-Jährigen demnächst in Oslo beim Eurovision Song Contest Deutschland vertreten. Die beiden treten gegeneinander an – dabei waren sie die jüngsten Teilnehmerinnen der Castingshow "Unser Star für Oslo".
Bei Lena war die Euphorie von Anfang an groß, und nun gilt sie als Favoritin. Die Jury – einziges Dauermitglied: Stefan Raab – sprach der Schülerin aus Hannover schon nach dem ersten Auftritt Star-Qualitäten zu. Beinahe etwas schüchtern kam sie bei der ersten Show auf die Bühne. Dort drehte sie mit dem Lied "My Same" von Adele allerdings richtig auf.
Auf der Video-Plattform YouTube gehörte der Auftritt schnell zu den am häufigsten angesehenen Videos. Im Online-Netzwerk Facebook hat sie bereits 13.000 Fans. Trotzdem bleibt sie gelassen: "Ich habe mich ehrlich gesagt auf Oslo noch nicht vorbereitet. Weil Oslo noch nicht aktuell ist. Deshalb bereite ich mich jetzt auf die nächste Show vor, und dann sehen wir weiter. Alles nacheinander", sagt sie.
Jennifer Brauns Erfolg war nicht ganz so klar. Die "Rockröhre" aus dem hessischen Eltville hatte bis zum Halbfinale niemand so wirklich auf der Rechnung. Und dann suchte sie sich für das Halbfinale auch noch das Lied "Heavy Cross" der Wuchtbrumme Beth Ditto und ihrer Band Gossip aus. Beth Ditto hätte es kaum besser machen können.
"Ob ich gewinne oder nicht, darüber mache ich mir noch nicht so viele Gedanken, ich will einfach gut singen", sagt Jennifer vor dem Finale.
Was beide einzigartig macht: Mit dem üblichen Castingshow-Personal im deutschen Fernsehen haben sie wenig zu tun. Keine Skandale, keine Homestorys, erfolgreich in der Schule – und vor allem: Beide haben sehr gute Stimmen. Wobei der größte Gewinner allerdings jetzt schon feststeht. Die Zusammenarbeit mit Stefan Raab (ProSieben) hat der ARD gutgetan. Die bei den Öffentlich-Rechtlichen verzweifelt auf jung getrimmte Ausscheidung für den Eurovision Song Contest hat durch Raab einen moderneren Anstrich bekommen.
Auch die Idee, Talente singen zu lassen, anstatt mitteletablierte Showcombos in irren Kostümen auf die Bühne zu schicken, freute das Publikum. Außerdem erreichte die ARD bei der vergangenen Sendung eine Zuschauerzahl von 1,55 Millionen und einen Marktanteil von 13 Prozent im jungen Publikum. Das ist, gemessen an den sonstigen Zahlen in dieser Zielgruppe, ein Erfolg. Jetzt muss zur Abwechslung die Siegerin in Oslo nur noch ordentlich abschneiden.
"Unser Star für Oslo", Freitag, 12.03, 20.15 Uhr, ARD
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