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6,6 auf der Richter-Skala

Mehrere schwere Nachbeben erschüttern Chile

Eine Woche nach dem verheerenden Beben in Chile haben mehrere heftige Erdstöße die Region erschüttert. Aufgeschreckte Bewohner liefen aus ihren Häusern, Obdachlose sprangen aus den Autos, in denen sie seit der Katastrophe übernachten. Bereits beschädigte Gebäude stürzten ein.

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Nach Erdbeben in Chile - Festnahme von Plünderern
Foto: dpa
Nach dem Erdbeben am 27. Februar 2010 in Chile kämpfte das Militär gegen Plünderer.

Sieben schwere Nachbeben haben in Chile die Bevölkerung erneut in Angst und Schrecken versetzt und Hilfe für die Betroffenen erschwert. Die Erdstöße in der Region um die Küstenstadt Concepción erreichten eine Stärke von bis zu 6,6 auf der Richter-Skala. Flutwellen seien aber nicht zu erwarten, erklärte die Marine.

Einige Gebäude, die bereits beschädigt waren, stürzten ein. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen berichteten von der Not in abgelegenen Dörfern, wo es traumatisierten Überlebenden immer noch an Wasser, Strom, Lebensmitteln und medizinischer Versorgung fehle. Die Hilfsmaßnahmen wurden durch Nachbeben und die nächtliche Ausgangssperre behindert, die wegen Plünderungen in der Stadt Concepción bis zum Mittag verlängert worden war.

Am 27. Februar hatte eines der schwersten Erdbeben der vergangenen 50 Jahre den Südwesten Chiles erschüttert. Die Erdstöße mit einer Stärke von 8,8 lösten auch eine Flutwelle aus, die viele Menschen in den Tod riss.

Über die Zahl der Toten herrscht Unklarheit. General Bosco Pesse, der Chef der Streitkräfte in der Katastrophenregion Maule, sagte, nach dem Erdbeben seien 271 Vermisste irrtümlich auf der Liste der Toten gelandet. Nach dieser Korrektur liegt die Zahl der gemeldeten Opfer bei 531.

Zuvor war von 802 Toten die Rede gewesen. Die scheidende Präsidentin Michelle Bachelet sagte, wenn es weniger Tote gebe, sei das eine gute Nachricht: „Wir können aber auch nicht ausschließen, dass es mehr sind.“

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Erdbeben und ihre Stärken
EPD/sv



Erschienen am 05.03.2010

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