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06.02.10

Schneechaos

Blizzard führt zu Notstand im Osten der USA

Die amerikanische Ostküste wird von einem ungewöhnlich heftigen Schneesturm heimgesucht. In der Region um die Bundeshauptstadt Washington werden an diesem Samstag bis zu 75 Zentimeter Schnee erwartet. Die Behörden rufen die Menschen auf, zu Hause zu bleiben.

AFP

In Washington D.C. ist der Verkehr nahezu zum Erliegen gekommen.

14 Bilder

Über die US-Ostküste ist einer der heftigsten Schneestürme der vergangenen Jahre hereingebrochen. Der Verkehr kam vielerorts zum Erliegen, in zahlreichen Haushalten fiel der Strom aus. Meteorologe warnten, dass der Sturm im Großraum Washington die schwersten Schneefälle seit 90 Jahren bringen könnte.

Für die Bundesstaaten von Virginia bis New Jersey sagten sie bis zum Samstagabend bis zu etwa 80 Zentimeter Neuschnee voraus. Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 64 Kilometern pro Stunde und wegen der Schneemengen sei der Sturm mit einem Blizzard zu vergleichen.

An den drei größten Flughäfen im Raum Washington-Baltimore und am internationalen Flughafen von Philadelphia wurden die meisten Flüge gestrichen. Die Behörden riefen dazu auf, auf Autofahrten zu verzichten. Die U-Bahn in Washington stellte den Betrieb der oberirdischen Strecken ein. Zahlreiche Züge zwischen Washington und New York fielen aus, auch einige Bahnverbindungen von Washington in den Süden wurden gestrichen.

In der Hauptstadt und der Umgebung fiel zudem in Tausenden Haushalten der Strom aus, weil umgestürzte Bäume Strom-Leitungen kappten. Ab Samstag 04.00 Uhr MEZ galt eine 24-Stunden-Warnung für die Bevölkerung in der Region Washington-Baltimore. In dieser Zeit sollen die dort lebenden acht Millionen Menschen wenn möglich zu Hause zu bleiben. Am Freitag bevölkerten Tausende die Supermärkte, um sich für den laut Rundfunk- und Fernsehwarnungen bis zu fünf Tage dauernden Ausnahmeszustand einzudecken.

Am frühen Freitagnachmittag glich die ansonsten pulsierende Metropole Washington bereits einer Geisterstadt. Am späten Freitagabend fuhren in der Hauptstadt keine Busse mehr; die Straßen seien "unpassierbar", teilten die Verkehrsbetriebe mit. Rund 40 überirdische U-Bahn-Stationen wurden geschlossen. Damit waren die Vororte Washingtons vom öffentlichen Nahverkehr ausgeschlossen.

Bereits am Freitag waren wegen des aufziehenden Schneesturms einige Schulen geschlossen worden. Über den Südosten wie etwa in den Bundesstaaten Georgia sowie in North und in South Carolina zog das gleiche Tiefdruckgebiet mit schweren Regenfällen hinweg.

Quelle: dpa/Reuters/ras
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