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02.02.10

Schleswig-Holstein

Absichtlich überfahrener Hund – Polizei sagt "Sorry"

Die Geschichte hat für Schlagzeilen gesorgt, jetzt schaltet sich sogar Schleswig-Holsteins oberster Polizist ein: Im Fall des von Beamten überfahrenen Hundes, dessen Halterin für die Kosten am zerbeulten Dienstwagen aufkommen soll, will sich der Polizeidirektor für den Duktus der Zahlungsaufforderung entschuldigen.

© dpa
Der Tatort: Die A1

Erst überfuhr die Polizei absichtlich ihren ausgerissenen Hund "Robby", dann präsentierte sie der Halterin eine Rechnung für den verbeulten Dienstwagen.

Für den Ton, in dem die Rechnung formuliert wurde, will sich Schleswig-Holsteins Polizeidirektor Burkhard Hamm nun in einem Brief an die Hundebesitzerin entschuldigen.

"Er wird seine Anteilnahme ausdrücken", sagte die Sprecherin des Landespolizeiamtes, Jessica Wessel, und bestätigte einen Bericht der Regionalausgabe Stormarn des "Hamburger Abendblattes".

Hund "Robby", ein Australien Shepherd, war in der Silvesternacht ausgebüxt und auf der Autobahn 1 bei Ahrensburg (Kreis Stormarn) umhergeirrt.

Nach vergeblichen Versuchen ihn einzufangen, hatten Beamte der Autobahnpolizei das Tier absichtlich überfahren und getötet. "Die Maßnahmen waren rechtmäßig", sagte die Sprecherin. "Leib und Leben waren in Gefahr."

Wenig später wurde der 65 Jahre alten Hundebesitzerin aus Hoisdorf die Rechnung präsentiert: 2500 Euro, unter anderem für die Reparaturkosten am Auto.

Polizeidirektor Hamm werde sich für den Duktus der Rechnung entschuldigen. Das Schreiben sei sehr behördensprachlich formuliert gewesen, sagte Wessel.

Auch die Kostenfrage werde noch einmal überprüft. "Was dabei rauskommt ist unklar, da der Ermessungsspielraum sehr gering ist."

Quelle: dpa/lk
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