Amoklauf
Bewaffneter tötet acht Menschen in Virginia
Dienstag, 16. März 2010 16:36Vermutlich nach einem Familienstreit hat ein Mann in dem US-Bundesstaat Virginia seine Familie ausgelöscht. Der 39-Jährige schoss um sich und tötete insgesamt acht Menschen, darunter seinen Sohn und seine Frau. Nach einer stundenlangen Verfolgungsjagd mit der Polizei stellte sich der Schütze.
Im US-Bundesstaat Virginia ist ein grässlicher Amoklauf mit acht Toten und einer stundenlangen Jagd auf den mutmaßlichen Täter zu Ende. Ein 39-jähriger Familienvater soll acht Menschen, darunter seine Frau und einen Sohn getötet haben. Der mutmaßliche Todesschütze stellte sich nach Angaben von US-Medien der Polizei. Gut 100 Beamte hatten den bewaffneten Mann nach der Entdeckung des Massakers in einem Waldstück nahe der Stadt Appomattox in die Enge getrieben. Mit Suchhunden und Wärmebildgeräten fahndeten sie mehr als zwölf Stunden nach dem Flüchtigen. Am Ende der Nacht gab er auf. Nach Angaben einer Sprecherin der Polizei von Virginia, Corinne Geller, näherte er sich mit erhobenen Armen einem Beamten und ließ sich festnehmen.
Nach der Verhaftung des mutmaßlichen Täters befreite sich das Städtchen Appomattox langsam aus seiner Schockstarre. Die Polizei hatte nach dem grausigen Fund eine Schule am Ort geschlossen und den Geschäftsleuten geraten, ihre Läden zu schließen. Nach Angaben der Zeitung wurden einige Wohnhäuser in der Nachbarschaft des Tatortes evakuiert. Appomattox liegt etwa 160 Kilometer südwestlich von Richmond und ist vor allem durch seine Geschichte bekannt: Hier endete 1865 mit der Kapitulation von General Robert E. Lee der amerikanische Bürgerkrieg.
Die Polizei von Appomattox war auf das Verbrechen aufmerksam geworden, als sie einen jungen Mann schwer verletzt auf einer Landstraße fand. Während die Beamten Verstärkung herbeiriefen, wurden sie aus dem anliegenden Waldstück beschossen. Von dem jungen Mann, der laut CNN auf dem Weg ins Krankenhaus von Lynchburg starb, führte die Spur in das Haus gut 15 Kilometer außerhalb der Stadt. Dort stießen die Beamten nach Angaben der Zeitung unter anderem auf die Leichen der Ehefrau und eines Sohnes.
Derweil beschoss der mutmaßliche Täter einen Polizeihubschrauber und zwang ihn zur Notlandung. Nach Angaben der „Washington Post“ kam niemand zu Schaden durch die Schüsse aus dem Hinterhalt. Der Sprecher des Kreises Appomattox erklärte, dass bisher keine Beschwerden aus oder über die Familie vorgelegen hätten. Er nannte alle Beteiligten an dem achtfachen Kapitalverbrechen „gute Bürger“, die bisher in keiner Weise auffällig geworden seien. .dpa/kamiErschienen am 20.01.2010
















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