Tierschutz
Polizei erschießt 13 Wildschweine in Garage
Dienstag, 2. Februar 2010 11:43Nach dem Abschuss von 13 Wildschweinen durch die Polizei hat eine Tierschutzorganisation in Würzburg Strafanzeige gestellt. Die Polizei hatte die Wildschweinrotte erschossen, nachdem diese sich auf der Flucht vor Jägern in Höchberg bei Würzburg in eine Garage geflüchtet hatte und den Unterschlupf nicht mehr verlassen wollte.
Es habe keine konkrete Gefahr bestanden, als sich die Tiere nach einer Treibjagd im Reichenberger Wald im Kreis Würzburg in die Garage eines Steinmetzbetriebes verirrt hatten, begründete der „Arbeitskreis humaner Tierschutz" den Schritt.
Die Polizei hatte mitgeteilt, 13 orientierungslose Wildschweine seien am Sonntag in der Garage im unterfränkischen Höchberg erschossen worden, um eine Gefährdung Unbeteiligter auszuschließen.
Nach Angaben des Vorsitzenden des Arbeitskreises, Roland Dunkel, hätte jedoch nach Eintritt der Dunkelheit nur die Garage geöffnet werden müssen. „Die Tiere hätten in den Wald zurückkehren können, ohne dass dabei irgendjemand zu Schaden gekommen wäre", betonte der Tierschützer.
Mit Streifenfahrzeugen und Jägern hatte die Polizei nach eigenen Angaben versucht, den Wildschweinen einen Fluchtweg zum Ortsrand zu ermöglichen. Dazu wurde auch kurzfristig eine Bundesstraße gesperrt. Da die verängstigten Tiere die Garage nicht mehr verlassen wollten, sah sich die Polizei gezwungen, die Tiere zu töten. Ein Polizeibeamter, der selbst Jäger ist, erlegte die Tiere.dpa/ddp/lkErschienen am 16.12.2009
















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