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Unwetter

Jahrtausendregen überflutet Englands Norden

Heftige Überschwemmungen haben den Norden Englands verwüstet. Innerhalb kürzester Zeit fielen rekordverdächtige Regenmassen, Meteorologen sprechen bereits von historischen Ausmaßen. Brücken wurden regelrecht weggespült. Viele Bewohner mussten fliehen.

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Nach heftigen Regenfällen in Großbritannien mussten Hunderte Menschen aus ihren Wohnungen und Häusern gerettet werden.
Foto: AFP
Nach heftigen Regenfällen in Großbritannien mussten Hunderte Menschen aus ihren Wohnungen und Häusern gerettet werden.

Sintflutartiger Regen hat in einer der idyllischsten Landschaften Englands binnen kürzester Zeit Bäche und Flüsse über die Ufer treten lassen und erhebliche Schäden angerichtet. Mehr als 200 Menschen mussten von Bergungsmannschaften in Schlauchbooten und teilweise auch Hubschraubern aus Häusern im nordenglischen Lake District geborgen werden, in denen oft das komplette Erdgeschoss überflutet war.

Meteorologen maßen an einer Stelle 314,4 Millimeter Niederschlag und sprachen von einer der größten seit Beginn der Aufzeichnungen registrierten Menge. In dem Ort Workington brachen gleich zwei Brücken unter dem Druck der Wassermassen ein, darunter eine in massiver Steinbauweise. „Dass eine Brücke dieser Größe und Dimension weggewaschen wird, ist unglaublich“, sagte der Abgeordnete Tony Cunningham. Ein Polizist, der dort im Einsatz war, wurde vermisst.

Schwer getroffen wurde auch die Kleinstadt Cockermouth. In der Einkaufsstraße drückte das Wasser die Schaufenster vieler Geschäfte ein, Autos wurden von bis zu 2,50 Meter hohen Flutwellen weggespült.

Premierminister Gordon Brown sagte den Behörden der Grafschaft Cumbria, in der der Lake District liegt, Hilfe zu. Mindestens 960 Häuser wurden überflutet.

Umweltministerin Hilary Benn sagte, der Hochwasserschutz sei für eine Flut ausgelegt, wie sie einmal in hundert Jahren vorkommt. „Womit wir es zu tun hatten, war möglicherweise einmal in tausend Jahren. Selbst mit den besten Schutzanlagen: Wenn man so viel Regen in so kurzer Zeit hat, können auch die überspült werden.“ Heftiger Regen sorgte auch in Teilen Irlands für Hochwasser. In der Innenstadt der zweitgrößten Stadt Cork stand das Wasser bis zu einem Meter hoch.

.AP/kami



Erschienen am 20.11.2009

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