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20.11.09

Notfall

320-Kilo-Mann saß sieben Monate auf Stuhl

Ein schwer übergewichtiger Amerikaner soll mehr als sieben Monate auf einem Stuhl verbracht haben, ohne auch nur einmal aufzustehen. Er war nach einer Operation so dick geworden, dass er zwischen den Armlehnen eingeklemmt und völlig unbeweglich war. Das war sein Todesurteil.

© dpa
Übergewicht

Wie US-Medien berichteten, war der erst 33-jährige Daniel Webb bei seiner Befreiung so krank, dass er noch am selben Tag starb. Am Ende wog der Mann aus dem Bundesstaat South Carolina mindestens 320 Kilogramm.

Nach Angaben eines lokalen Fernsehsenders lebte Webb mit seiner Frau in einem Wohnmobil in Greenwood und musste nach einer Knieverletzung im März operiert werden. Nach seiner Heimkehr aus dem Krankenhaus setzte er sich auf den Stuhl und tat keinen Schritt mehr.

Schließlich rief seine Mutter die Polizei an. Sie hatte ihn monatelang nicht gesehen und klagte, dass es ihm schlecht gehe. Er habe starke Schmerzen und brauche Hilfe. Die Mutter besuchte ihn am nächsten Morgen und rief einen Rettungswagen. Die Sanitäter fanden dem Bericht zufolge Webb auf dem Stuhl gefangen vor, bedeckt von Exkrementen. Sein Körper sei mit wunden Stellen übersät gewesen.

Wie es weiter hieß, musste eine Wand des Wohnmobils aufgeschnitten werden, um den Mann zu befreien und ins Krankenhaus zu bringen. Dem TV-Sender zufolge gab seine Frau bei der Polizei an, dass ihr Mann sich geschämt habe, weil er so dick gewesen sei.

Deshalb habe er nicht mehr ins Freie gehen wollen. Sie habe vergeblich versucht, ihn zum Aufstehen zu bewegen, aber er habe sich strikt geweigert und jegliche Hilfe abgelehnt. So habe sie ihn die ganzen Monate über saubergemacht, "so gut es ging". Zur Todesursache hieß es, Webb sei an den Folgen seiner Fettleibigkeit gestorben.

Quelle: dap/kami
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