Schule in Frankreich
Eltern verhindern Amoklauf in letzter Minute
Mittwoch, 23. Dezember 2009 18:15Aufmerksame Eltern haben in Frankreich eine geplante Bluttat vereitelt. Ihr 13-jähriger Sohn hatte sich merkwürdig verhalten und war ungewöhnlich früh zur Schule gegangen. Als sie zudem merkten, dass er ein Gewehr mitgenommen hatte, riefen sie die Polizei. Im Internet hatte ihr Sohn bereits mit dem Leben abgeschlossen.
Den Eltern sei aufgefallen, dass ihr Sohn sich merkwürdig verhalten habe, teilten die Ermittler mit. Als er deutlich früher als sonst zur Schule gegangen sei, hätten sie das Haus durchsucht und gemerkt, dass das Gewehr fehlte. Die Mutter alarmierte daraufhin die Polizei, die noch vor dem Jungen an der Schule eintraf. Der 13-Jährige machte vor der Schule kehrt, legte das Gewehr in einem Feld ab und setzte sich in ein Internetcafé, wo seine Eltern ihn später fanden.
In seinem Internettagebuch habe der Schüler am Vorabend geschrieben: „Das ist der letzte Tag meines Lebens.“ Er habe vermutlich Angst vor einem anstehenden Elternabend gehabt, weil er seit einiger Zeit Probleme mit seinen Lehrern gehabt habe, sagten Ermittler. An der Schule, die von rund zweitausend Kindern aller Altersstufen besucht wird, habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden, erklärten die Behörden. Der Junge sei nicht bis auf das Gelände gekommen. Anders als in Deutschland und den Vereinigten Staaten gab es in Frankreich bislang keinen tödlichen Amoklauf an einer Schule. Im April vergangenen Jahres hatte allerdings ein 15-Jähriger bei Lyon den Plan gefasst, bis zu acht Mitschüler zu töten, die ihn gehänselt hatten. Er verletzte drei Mädchen mit einem Küchenmesser, eines von ihnen schwer. AFP/kamiErschienen am 18.11.2009
















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