Obduktionsbericht
Jörg Haider war offensichtlich doch betrunken
Montag, 11. Oktober 2010 14:14Medien aus Österreich berichten, dass der bei einem Autounfall gestorbene Politiker Jörg Haider bei dem Unfall sturzbetrunken war. Im Obduktionsbericht ist von einer "beträchtlichen Alkoholisierung" die Rede. Immer wieder wurde gemutmaßt, dass Haider mit K.O.-Tropfen betäubt worden sei.

Der vor etwa einem Jahr ums Leben gekommene österreichische Rechtsextreme Jörg Haider war offenbar tatsächlich Opfer seiner Trunkenheit und eines Unfalls geworden und nicht, wie sein Umfeld geargwöhnt hatte, eines Verbrechens. Das geht aus Ermittlungsakten hervor, die das österreichische Magazin "News" in seiner aktuellen Ausgabe veröffentlicht.
Darin enthalten sind auch Passagen aus dem Obduktionsbericht. Die Analyse von Haiders Harn bestätigte „eine beträchtliche Alkoholisierung“.
Die mittlere Alkoholkonzentration wurde mit 1,77 Promille im Blut und 2,29 Promille im Harn bestimmt. Die Fahr-Analyse ergab für den Moment des Unfalls eine Geschwindigkeit von etwa 141 Stundenkilometern. Eine Fremdeinwirkung, etwa durch sogenannte „K.O.-Tropfen“, sei nicht erkennbar.
Haiders schnelle und kurvenreiche Karriere wäre vor 15 Jahren fast schon einmal durch einen Autounfall beendet worden. Im August 1993 verlor er die Kontrolle über seinen weißen BMW und flog mit dem Auto über eine Böschung. Der Politiker überlebte den schweren Unfall jedoch leicht verletzt.
In der Nacht zum 11. Oktober 2008 hatte Haider kein Glück. Auf dem Heimweg von einer Abendveranstaltung kam Haiders Wagen von der Straße ab und überschlug sich mehrmals. Der Politiker starb auf dem Weg ins Krankenhaus.dw
Erschienen am 26.09.2009
















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