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Filmaufnahmen im Waisenhaus

Türkei will Sarah Fergusons Auslieferung fordern

Die diplomatische Krise um Sarah Ferguson, die in türkischen Waisenhäusern geheime Filmaufnahmen gemacht hat, spitzt sich zu: Die Türkei will nun offenbar die Auslieferung der Ex-Schwiegertochter der Queen fordern. Fergie droht schlimmstenfalls sogar ein Aufenthalt in einer türkischen Gefängniszelle.

Fergie droht Nachspiel wegen Dokumentarfilms
Foto: dpa

Ihre Videoaufnahmen über die Zustände in türkischen Waisenhäusern hat möglicherweise nun doch ein juristisches Nachspiel für die Ex-Frau des britischen Prinzen Andrew, Sarah Ferguson (49).

Die türkischen Behörden haben das britische Innenministerium um eine Befragung der Herzogin von York gebeten, berichtete die „Daily Mail“ auf ihrer Internetseite. Die Ex-Schwiegertochter der Queen könnte demnach sogar festgenommen werden.

Das Innenministerium und Scotland Yard beraten, wie sie mit dem pikanten Fall umgeben. Handeln müssen die Behörden in jedem Fall, weil zwischen Großbritannien und der Türkei ein Auslieferungsabkommen besteht. Demnach kann jeder Verdächtige einer strafbaren Handlung ausgeliefert werden. Was „Fergie“ genau vorgeworfen wird, ist nicht bekannt.

Mit Perücke und Kopftuch verkleidet und in Begleitung ihrer Tochter Prinzessin Eugenie (19) sowie eines britischen TV-Reporters hatte „Fergie“ heimlich Videoaufnahmen in einem staatlichen Waisenhaus gemacht. Die Bilder zeigen kahl geschorene, verlumpte und an Stühle gefesselte Kinder mit einer Behinderung.

Ankara warf Ferguson daraufhin „böswillige“ Absichten vor, die sich gegen eine EU-Mitgliedschaft des Landes richteten. Die türkischen Behörden kündigten an, sowohl die gezeigten Missstände als auch Fergusons Verhalten zu untersuchen.

Das Verfahren werde „wahrscheinlich“ zu einem Antrag führen, wonach die Ex-Ehefrau des britischen Prinzen Andrew an die Türkei ausgeliefert werden soll.

Das Justizministerium wollte dazu keine Stellungnahme abgeben. Die Adlige engagiert sich in den USA als Sprecherin für SOS-Kinderdörfer.AFP/dpa/kami



Erschienen am 16.09.2009

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