05.03.2013, 09:28

Kalter Krieg Verschollener Sowjetsoldat lebend in Afghanistan gefunden


Afghanische Männer verbrüdern sich mit sowjetischen Soldaten in Hairhana im März 1980. Am 27. Dezember 1979 waren sowjetische Truppen in Afghanistan einmarschiert.

Foto: Tass / picture-alliance/ dpa

Mehr als 30 Jahre galt ein sowjetische Soldat als verschollen. Nun ist er wieder aufgetaucht - und hat eine erstaunliche Wandlung vollzogen.

33 Jahre lang war ein sowjetischer Soldat in Afghanistan verschollen – doch angeblich ist der Panzergrenadier nun lebend in dem Land am Hindukusch gefunden worden.

Bachretdin Chakimow arbeite unter dem Namen Scheich Abdullah in der westafghanischen Provinz Herat als Kräuterarzt, teilte die staatliche Suchorganisation am Montag in Moskau nach Angaben der Agentur Ria Nowosti mit.

Mann spricht kaum noch Russisch

Der Mann spreche kaum noch Russisch, hieß es. Er habe aber seinen korrekten Geburtsort – Samarkand im heutigen Usbekistan – genannt und andere Soldaten auf Fotos identifiziert. Von Chakimow fehlte seit September 1980 jedes Lebenszeichen.

Damals war er bei einem Gefecht schwer verwundet worden. Nachdem ihn Einheimische gepflegt hatten, blieb er bei ihnen.

Während der zehnjährigen Besetzung Afghanistans waren etwa 15 000 sowjetische Soldaten getötet worden, 270 sind noch verschollen. 1989 hatten sich die Sowjettruppen geschlagen zurückgezogen. dpa/oje

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