27.02.13

Wernigerode

Schülerin feuert Schreck-Schuss in Klasse ab - Psychiatrie

Nachdem eine 15-Jährige mit einer Schreckschusspistole zwei Mitschüler verletzte, kam sie in die Psychiatrie. Zuvor brachte sie eine Axt mit.

Foto: dpa

Das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium in Wernigerode (Sachsen-Anhalt). In der Schule hat ein Mädchen mit einer Schreckschusspistole um sich geschossen und dabei einen Jungen verletzt
Das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium in Wernigerode (Sachsen-Anhalt). In der Schule hat ein Mädchen mit einer Schreckschusspistole um sich geschossen und dabei einen Jungen verletzt

Eine 15-Jährige, die in ihrem Gymnasium in Wernigerode (Sachsen-Anhalt) mit einer Schreckschusspistole geschossen hat, ist in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht worden.

Sie werde nun begutachtet, um zu klären, ob sie die Tat im Zustand der Schuldunfähigkeit oder der verminderten Schuldfähigkeit begangen hat, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Magdeburg, Silvia Niemann, am Mittwoch.

Das Motiv der Schülerin sei weiter unklar. Offen ist auch die Frage, woher sie die Waffe hatte.

Junge leicht im Gesicht verletzt

Die Behörde ermittelt gegen die 15-Jährige wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz. Sie hatte am Dienstag im Unterricht in die Luft geschossen. Durch den Lärm erlitt ein Mitschüler ein Knalltrauma, ein zweiter Junge wurde leicht im Gesicht verletzt.

Einem Jungen gelang es laut Polizei, die 15-Jährige auf dem Flur zu überwältigen. Er nahm ihr die Waffe ab. Am Mittwoch lief der Unterricht an dem Gymnasium wieder planmäßig.

Mit vier Messern und Axt in voriger Schule unterwegs

Ärzte sollen nun klären, ob das Mädchen möglicherweise dauerhaft in der Psychiatrie bleiben muss. Schon nach dem ersten Vorfall Ende 2011 war sie in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht worden, wie Niemann weiter sagte.

Details dazu nannte sie nicht. Damals hatte das Mädchen für Angst und Schrecken gesorgt, als es mit vier Messern und einer Axt durch ein Gymnasium im Nachbarort Ballenstedt zog und Feuer legte. Zudem kündigte sie einen Amoklauf an.

Weil das Mädchen damals erst 13 Jahre alt war, konnte gegen sie nicht ermittelt werden – sie war noch strafunmündig.

Quelle: dpa/anni
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