26.02.13

Dennis Rodman

"Die Bedrohung" reist als Diplomat nach Nordkorea

Ausgerechnet das Enfant terrible des Basketballs soll bei einer amerikanischen Annäherung an Nordkorea helfen: Dennis Rodman ist nach Pjöngjang gereist, um nicht nur dem Diktator Freude zu bereiten.

Von Jens Hungermann
Foto: AP/dpa

Dennis Rodman hat eine neue Mission: Der frühere NBA-Star ist Ende Februar 2013 Teil einer Delegation, die in Nordkorea "Basketball-Diplomatie" betreiben soll.

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Soll jetzt keiner behaupten, nach Nordkoreas Provokation mit zwei unterirdischen Atomtests vor zwei Wochen hätten die Vereinigten Staaten jetzt zur Gegenprovokation ausgeholt. Dennis Rodman ist nämlich freiwillig ins Reich von Diktator Kim Jong-un gereist. Seine Mission ist friedlich.

Das einst größte Enfant terrible der NBA ist Teil einer Delegation, die eine Art "Basketball-Diplomatie" verfolgt. Mit anderen früheren NBA-Spielern und -Trainern soll der inzwischen 51-Jährige einige Showspiele zeigen, mit Kindern trainieren und möglicherweise zu einer Partie gegen die besten Basketballspieler des Landes antreten. Diesen Dienstag trafen die Amerikaner in Pjöngjang ein.

Nicht allein der hehre Versuch von Völkerfreundschaft in Zeiten frostiger Machtpolitik zählt, sondern auch das Auftreten von Rodman und Co.: Die Medienfirma Vice dreht eine Dokumentation über den Besuch, ausgestrahlt werden soll die Sendung im April auf dem Sender HBO in den USA.

"In einer Zeit, wo die Spannungen zwischen den beiden Ländern zunehmen, ist es wichtig, Wege für kulturelle Kommunikation offenzuhalten, egal wie wenig traditionell diese Wege sind", erklärt Shane Smith von Vice Media. Es sei wichtig, den Nordkoreanern zu zeigen, "dass Amerika nicht ihr Feind ist".

Rodman trägt einen ungünstigen Spitznamen

Ob das beim ersten Anblick von Dennis Rodman gleich jedem Einheimischen klar werden wird? Der 1,98-Meter-Hüne mit dem Faible für Tattoos, Piercings und heftigen Haarbleichmitteln gilt ja als einer der wildesten Hunde, die jemals in der NBA spielten. Als eine reichlich verkrachte Existenz, die sportlich reüssierte, im Leben aber – nicht zuletzt drogenbedingt – so seine Schwierigkeiten hatte.

Von 1995 bis 1998 spielte Rodman für die Chicago Bulls – und die wiederum sollen, so heißt es, die Lieblingsmannschaft von Staatschef Kim Jong-un gewesen sein. Ob ihm wohl Rodmans zweiter Spitzname bekannt ist? Er lautet: "The Menace".

"Die Bedrohung". Aber man muss wohl nicht jedes Detail dieser seltsamen Reise des Dennis R. gar zu ernst nehmen.

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