19.02.13

ESC-Vorentscheid

NDR lässt Gewinnertitel von Cascada überprüfen

Der Song "Glorious" soll sehr viel Ähnlichkeit mit dem letztjährigen ESC-Siegertitel "Euphoria" haben. Nun soll es ein Gutachten geben.

Foto: dpa

So sehen Sieger aus ...

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Nach Plagiatsvorwürfen gegen den Siegersong "Glorious" beim deutschen Grand-Prix-Vorentscheid lässt der NDR das Lied der Bonner Popband Cascada überprüfen. Ein musikwissenschaftliches Gutachten sei in Auftrag gegeben worden, sagte ein NDR-Sprecher und bestätigte damit einen Bericht des Kölner "Express".

Der Song war in einer großen ARD-Fernsehshow am Donnerstag zum deutschen Beitrag für den Eurovision Song Contest im schwedischen Malmö gewählt worden. Schon kurz nach der Veranstaltung hatte es kritische Stimmen gegeben, dass der Song "Glorious" sehr viel Ähnlichkeit mit dem letztjährigen Siegertitel "Euphoria" der schwedischen Sängerin Loreen habe.

Jedes Jahr gebe es Versuche, den Eurovision Song Contest (ESC) oder teilnehmende Künstler zu skandalisieren, erläuterte Thomas Schreiber, Unterhaltungschef des NDR und ARD-Koordinator Unterhaltung. Dazu zählten Plagiatsvorwürfe, Foto- oder andere scheinbare Enthüllungsgeschichten. "Bereits im vergangenen Jahr wurde Loreens "Euphoria" vorgeworfen, unter anderem von David Guetta und Rihanna geklaut zu sein – Vorwürfe, die sich in nichts auflösten", so Schreiber in einer Mitteilung.

Cascada-Sängerin Natalie Horler (31) hält die Plagiatsvorwürfe für unberechtigt: "Wir können die beiden Lieder gerne mal übereinanderlegen. Es sind zwei unterschiedliche Lieder." Ihr Beitrag hatte zunächst fast 1,8 Millionen Unterstützer gefunden – so viele Nutzer hatten auf der Facebook-Seite des Dance-Trios den virtuellen Daumen für die Band hochgehalten. Auch bei den Downloads lag Cascada am Montag vor ihrem Konkurrenten. Inzwischen aber wird die Fanseite bei Facebook immer mehr zur Angriffsfläche – langsam gehen die Glückwünsche in der Kritik unter. "Freu mich schon auf die Blamage in Malmö", schreibt einer der Nutzer.

Auch beim Kurznachrichtendienst Twitter war der Vorentscheid in den vergangenen Tagen ein großes Thema. Twitter-Schlagworte wie #ESC und #Cascada gehören zu den meistgenannten in Deutschland. Auch unter dem Hashtag #usfm – eine Abkürzung für "Unser Star für Malmö" wird ordentlich gegen den Vorentscheid und die Dance-Formation aus Bonn ausgeteilt.

Ein Nutzer zwitschert etwa: "Unsere Dorfdisco für Malmö." Geätzt wird gegen das Outfit von Sängerin Natalie Horler, gegen die Jury und gegen die Plattenfirma Universal. Weil der "Song für Malmö" in den Ohren vieler klingt wie Loreens "Euphoria", sehen viele User schon Parallelen zur Politik: "Wer startet CascadaPlag?", will einer wissen. An anderer Stelle heißt es: "Für geklaute Rummelplatzdiscomucke sollte Deutschland im Vorfeld disqualifiziert werden."

Quelle: dpa/sei
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