18.02.2013, 16:05

Fremde Art Tigerpythons bedrohen die Säugetiere in Florida


Jeff Fobb ist einer der Koordinatoren der jährlichen Python-Jagd. Er hält einen Tiegerpython hoch, der vor einem Jahr in einem Swimmingpool gefangen wurde

Foto: J Pat Carter / picture alliance / AP Images

Die Everglades sind ein perfektes Revier für die eingeschleppten Riesenschlangen. Jäger versuchen, ihre Invasion zu stoppen. Innerhalb eines Monats haben sie 68 Pythons erlegt.

Bei einer groß angelegten Schlangenjagd sind in den Everglades im US-Bundesstaat Florida dutzende dunkle Tigerpythons gefangen und getötet worden. Insgesamt hätten die Jäger binnen eines Monats 68 dunkle Tigerpythons gefangen, teilte die Naturschutzkommission für Fische und Wildtiere mit.

Die aus dem Ausland eingeführten Reptilien sind eine Bedrohung für die Tierwelt in Florida.

Der dunkle Tigerpython lebt normalerweise in Asien. In Florida tauchten die Tiere in der Natur erstmals nach dem Hurrikan Andrew 1992 auf. Vermutlich handelte es sich um Haustiere, die im Sturm in das Feuchtgebiet Everglades entkommen sind. Seitdem vermehrten sich die Reptilien dramatisch, sie sind inzwischen sogar zahlenmäßig stärker als die einheimischen Schlangen.

Der Tigerpython ist ein guter Schwimmer, kann aber auch auf Bäume kriechen. Wissenschaftler vermuten die fremden Riesenschlangen hinter dem deutlichen Rückgang heimischer Säugetiere wie Hasen, Wiesel, Waschbären und Wildratten.

"Jeder Python, der aus dem System genommen wird, ist ein großer Nutzen, und wir wissen, dass es einer bedeutenden zeitlichen Anstrengung bedarf, um einen Python zu fangen", sagte der Chef der Naturschutzkommission, Nick Wiley.

Armdicke, meterlange Schlangen

Erstmals hatte die Naturschutzkommission in diesem Jahr einen Jagdwettbewerb ausgerufen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Laut Wiley war die Kommission über das große Interesse überrascht: 600 Menschen aus 38 Bundesstaaten hätten teilgenommen, "und wir hatten sogar Leute aus Kanada".

Die größte der gefangenen Schlangen war den Angaben zufolge rund 4,30 Meter lang. Ihr Fänger erhielt eine Belohnung von tausend Dollar (rund 750 Euro). Die beiden Jäger mit den meisten gefangenen Schlangen bekamen je 1500 Dollar. Die sterblichen Überreste der Schlangen sollen in der Universität Florida untersucht werden.

(AFP/ph)
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