15.02.2013, 21:24

Russischer Humor Wladimir Putin reitet auf dem Schweif des Meteoriten


In den sozialen Netzwerken war die Fotomontage von Wladimir Putin, reitend auf dem Schweif des Meteoriten, besonders beliebt

Foto: Twitter

Trotz des Schreckens und der vielen Verletzten: Die Russen haben ihren Humor nach dem Meteoriten-Einschlag nicht verloren. Besonders ein Bild von Putin als Himmelsreiter machte im Internet die Runde.

"Nichts ist so erfrischend wie ein Meteorit am Morgen", postet etwa ein namenloser User im russischen Internet. An anderer Stelle ist ein Foto von Filmstar Bruce Willis zu sehen, der in "Armageddon" (1998) die Welt vor einem Asteroiden rettet. "Bitte ruft mich nicht an!", steht unter dem Bild.

Zudem werden im Internet angebliche Splitter des am Freitag über der Stadt Tscheljabinsk abgestürzten Himmelskörpers angeboten – Echtheit fraglich.

Auch Putin wird aufs Korn genommen – eine Fotomontage zeigt den Präsidenten, der sich gern als kerniger Sportsmann präsentiert, lässig reitend auf dem Meteoriten-Streifen am Himmel. Über die Stadt Tscheljabinsk wird ebenfalls kräftig hergezogen.

So stellt ein User ein Foto von "Tscheljabinsk NACH dem Einschlag" ins Netz, darauf sind heruntergekommene Straßenzüge zu sehen. Daneben steht eine Aufnahme mit der Bildunterschrift "Tscheljabinsk VOR dem Einschlag" – sie zeigt exakt dasselbe trostlose Panorama.

Staatsfernsehen verhöhnt

Findige Bewohner der Millionenstadt empfehlen dabei, ihre längst reparaturfällige Wohnung ebenfalls als "Meteoritenschaden" bei den Behörden geltend zu machen, um Schadenersatz zu kassieren.

Hohn und Spott sieht sich das russische Staatsfernsehen ausgesetzt. Ein Spaßvogel hatte einen Clip über den seit mehr als 40 Jahren brennenden Gas-Krater Derweze in der früheren Sowjetrepublik Turkmenistan ins Netz gestellt – mit dem falschen Etikett "Absturzstelle bei Tscheljabinsk". Der Erste Kanal strahlte das Filmchen trotzdem aus, mit dem Hinweis: "Bilder vom Meteoriten".

(dpa/sara)
Fr, 15.02.2013, 14.32 Uhr

Beim Einschlag eines Meteoriten am russischen Uralgebirge werden etwa 500 Menschen verletzt. Amateuraufnahmen zeigen, wie er plötzlich am Himmel auftaucht und welche Schäden er anrichtet.

Video: ZoomIn TV
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