14.02.13

Flashmob

Jetzt tanzt die Welt für die Rechte der Frau

Über die Rechte der Frauen wird derzeit hitzig diskutiert. Nun tanzen weltweit die Menschen bei einem Flashmob zum Motto "One Billion Rising", um sich gegen Unterdrückung und Gewalt zu positionieren.

Von Laura Waßermann
Foto: dapd

Nicht beim Flashmob, sondern bei einer Demo protestierte diese Frau für die Selbstbestimmung über Körper und Sexualität
Nicht beim Flashmob, sondern bei einer Demo protestierte diese Frau für die Selbstbestimmung über Körper und Sexualität

Vergewaltigungen, Brutalität, Demütigung – die Situation der Frauen in allen Ländern der Welt ist momentan Thema Nummer eins. Jetzt findet sogar ein Flashmob mit einer rund einer Milliarde Menschen statt: "One Billion Rising" ist eine Aktion, die nach der mörderischen Vergewaltigung der 23-jährigen Inderin initiiert wurde.

"Das ist eine Bewegung aller gesellschaftlichen Teile – von allen Frauen, die unterdrückt werden", sagt Organisatorin Kamla Bhasin. Die Frauenrechtlerin Eve Ensler hat den Flashmob organisiert und schreibt in ihrem Manifest: "Es gibt schätzungsweise eine Milliarde Frauen auf diesem Planeten, denen Gewalt angetan wurde, die vergewaltigt wurden. EINE MILLIARDE FRAUEN."

Auslöser war ihr uraufgeführtes Theaterstück "The Vagina Monologues" im Jahr 1996. Danach habe sie laut Medienberichten so viel Unterstützung bekommen, dass Ensler 1998 bereits den ersten "V-Day" ins Leben gerufen habe. Folglich ist der 14. Februar 2013 der 15. Jahrestag, was der Anlass für "One Billion Rising" war.

"Bereitet euch auf die Eskalation vor"

Eine traurige Veranstaltung wird es nicht werden. Der extra komponierte Popsong "Break the chain" animiert die Leute zum Tanzen, um ein Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen zu setzen.

Kritisiert wurde an der Aktion, dass in Enslers YouTube-Video fast nur dunkelhäutige Frauen zu sehen sind. Sie würde so ein rassistisches Bild erzeugen, dass nur farbige Männer ihre Frauen misshandeln. Außerdem bezweifeln Kritiker, ob ein Musikvideo gegen das Thema ankämpfen kann.

Die "One Billion Rising"-Webseite selbst schreibt, vor lauter Zuspruch seien die Server lahmgelegt worden. Bisher haben rund 200 Länder ihre Beteiligung an der Aktion zugesagt. Unterstützung findet der Protest in Tanzform ebenfalls durch Prominente wie Jane Fonda und Robert Redford.

Ensler sagt: "Die Zeit ist reif. Bereitet euch auf die Eskalation vor. Es beginnt heute, bewegt sich unaufhaltsam weiter bis zum 14. Februar 2013, wenn eine Milliarde Frauen aufstehen, um Vergewaltigung zu beenden. Weil wir endgültig und für alle Zeiten fertig damit sind."

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