13.02.13

Rohstoffe

Asteroid könnte Milliarden Euro wert sein

Die Flugbahn des Asteroiden "2012 DA14" ist ungünstig: Sie lenkt ihn nah an der Erde vorbei und ist so schräg, dass ein Rohstoffabbau unmöglich ist. Der Asteroid könnte ungeahnte Schätze bereithalten.

Foto: REUTERS

Der Asteroid „2012 DA14“ wird ziemlich nah an der Erde vorbeisausen
Der Asteroid "2012 DA14" wird ziemlich nah an der Erde vorbeisausen

Der Asteroid "2012 DA14", der am Freitag an der Erde vorbeirasen soll, könnte nach Ansicht von Experten bis zu 195 Milliarden Dollar (etwa 145 Milliarden Euro) wert sein.

Wenn nur zehn Prozent seiner Masse aus wertvollen Rohstoffen wie Eisen und Nickel bestünden, seien diese nach derzeitigen Marktpreisen bereits 130 Milliarden Dollar wert, teilte das Unternehmen Deep Space Industries mit.

Schätzungsweise fünf Prozent des Asteroiden könnte abbaubares Wasser sein. Das könne in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt werden, um so Raketentreibstoff herzustellen, wie das Unternehmen mitteilte.

Der Wasserstoff könne zudem mit möglicherweise auf dem Asteroiden vorhandenen Kohlenstoff verbunden werden, um daraus Methan zu erzeugen, das ebenfalls für Treibstoff benutzt werden könne. Insgesamt ergebe sich für das abbaubare Wasser im All so ein geschätzter Wert von rund 65 Milliarden Dollar.

Unternehmen plant schon Rohstoffabbau

Weil der Asteroid schräg an der Erde vorbeifliegen werde, würde es nach Ansicht der Experten jedoch zu viel Energie kosten, an die Rohstoffe und das Wasser zu gelangen. Bei anderen Asteroiden könne das in Zukunft jedoch anders sein.

Das im US-Bundesstaat Virginia ansässige private Unternehmen Deep Space Industries plant für die Zukunft, auf Asteroiden wertvolle Rohstoffe abzubauen – allerdings nach eigenen Angaben nicht vor 2020.

So ein Asteroid kann aber auch eine Bedrohung werden. Asteroid "2012 DA14", der am 15. Februar der Erde ganz schön nahe kommt, ist da ein gutes Beispiel: Mit 7,6 Kilometern pro Sekunde wird der rund 50 Meter große Asteroid an der Erde vorbeiflitzen. Gefährlich werden soll es aber nicht: Der Asteroid werde kaum näher als 27 500 Kilometer an die Erde rankommen und sie nicht berühren, erklärt beispielsweise Nasa-Manager Donald Yeomans..

Quelle: dpa/sara
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