13.02.2013, 18:50

Pferdefleisch Kaiser's nimmt in Berlin Lasagne aus dem Regal


In Großbritannien war Lasagne von Findus falsch deklariert: Pferdefleisch gilt eigentlich sogar als gesündere Alternative zu Rindfleisch, ist aber in Europa vielerorts mit einem Tabu belegt

Foto: Jean-François Frey / picture alliance / dpa

In Großbritannien war Lasagne von Findus falsch deklariert: Pferdefleisch gilt eigentlich sogar als gesündere Alternative zu Rindfleisch, ist aber in Europa vielerorts mit einem Tabu belegt Foto: Jean-François Frey / picture alliance / dpa

In der Region Berlin hat Kaiser's Tengelmann Fertigprodukte aus dem Verkauf genommen. Weitere Ketten reagieren auf den Pferdefleisch-Skandal

Pferdefleisch-Fahnder haben mehrere deutsche Lebensmittelketten mit teilweise bundesweiter Verbreitung auf falsch deklarierte Ware überprüft. Sechs Unternehmen stehen demnach auf der Prüfliste der Lebensmittelbehörden. Sie sollen von Zwischenhändlern Fertigprodukte bezogen haben, die möglicherweise falsch gekennzeichnet waren.

Die Überwachungsbehörden prüfen nun im Detail, ob die Ware wirklich Pferdefleisch enthielt, wie Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) und ihr nordrhein-westfälischer Amtskollege Johannes Remmel (Grüne) am Mittwoch mitteilten.

Die Supermarktkette Kaiser's Tengelmann bestätigte, dass sie in allen rund 500 Filialen in den Regionen Berlin, Nordrhein und Oberbayern ihre A&P-Tiefkühl-Lasagne vorsorglich aus dem Verkauf genommen hat.

Supermärkte reagieren

Auch die Genossenschaft Rewe Dortmund, die nach eigenen Angaben regional etwa 540 Märkte beliefert, bestätigte Untersuchungen in ihrem Großhandel. Rewe Dortmund habe schon vorsorglich eine verdächtige Lasagne aus dem Verkauf genommen, sagte eine Sprecherin.

Das Tiefkühl-Unternehmen Eismann bestätigte dem Westdeutschen Rundfunk, dass Lebensmittelkontrolleure im Haus seien, um Proben zu nehmen. Die Tiefkühl-Firma habe in der vergangenen Woche zwei ihrer Lasagne-Produkte aus dem Sortiment genommen, sagte ein Sprecher dem Sender.

Auch die Metro-Tochter Real hatte bereits mitgeteilt, vorsorglich zwei Fleisch-Fertigprodukte aus den Regalen entfernt zu haben. Auch der größte deutsche Lebensmittelhändler in Deutschland, Edeka, lässt alle relevanten Eigenmarktprodukte prüfen. Nicht alle Unternehmen auf der Liste waren für Stellungnahmen erreichbar.

(dpa/mim)
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