13.02.13

Komische Tänze

"Gangnam Style" ist out, jetzt kommt "Harlem Shake"

Millionen Mal ist das Video des "Gangnam Style" im Netz angeklickt worden. Doch jetzt bekommt der Youtube-Hit Konkurrenz: Beim "Harlem Shake" üben Tänzer, unkontrolliert zu zappeln.

Noch nie ging ein Tanz so schnell um die Welt wie der "Gangnam Style" des südkoreanischen Rappers Psy. Innerhalb kürzester Zeit wurde sein Musikvideo der Youtube-Clip mit den meisten Klicks aller Zeiten. Doch jetzt bekommt der "Gagnam Style" von einem nicht minder verrückten Tanz-Trend Konkurrenz.

Der "Harlem Shake" kursiert derzeit durch alle sozialen Netzwerke, auf der ganzen Welt machen Leute den Tanz nach und stellen eigene Videos davon ins Netz. Der Auslöser für diesen Hype ist der Youtube-Clip von User "DizastaMusic". Darin tanzen vier junge Männer in hautengen Ganzkörperanzügen zu dem Lied "Harlem Shake".

Der amerikanische Produzent Harry Rodrigues, besser bekannt unter dem Namen Baauer, hatte das Lied bereits im vergangenen Jahr veröffentlicht. Mit einer Mischung von Hip-Hop- und House-Elementen ist "Harlem Shake" fast ein genauso bizarrer Ohrwurm wie Psy's Hit "Gangnam Style".

Flashmob auf dem New Yorker Times Square

Direkt vergleichen kann man die beiden Tanzstile aber nicht. Während der "Gangnam Style" auf eine Choreografie setzt (die mittlerweile weltweit allen Menschen bekannt sein dürfte), tanzt man den "Harlem Shake" folgendermaßen: die Schultern zurückwerfen, die Arme wild herumschleudern oder sich auf dem Boden wälzen. Ein gewisser Kontrollverlust über den eigenen Körper ist offenbar die perfekte Art, den Song zu performen.

Die Ursprünge des "Harlem Shake" liegen schon etwas zurück. Bereits im Jahr 1981 wurde der Tanz in dem damaligen New Yorker Szeneviertel Harlem bekannt – daher kommt auch der heutige Name. Der Legende nach erfand eine Kiezgröße mit dem Spitznamen Al B die "Choreografie". Al B war Alkoholiker, was dem Tanzstil deutlich anzumerken ist. Er selbst soll ihn als eine Art "betrunkenes Schütteln" bezeichnet haben.

2001 bauten die Rapper P. Diddy und G-Dep den "Harlem Shake" in ihr Musikvideo zu "Let's Get it" ein und brachten ihn unter die heutigen Musikfans. Dass er ein paar Jahre später dem erfolgreichsten Youtube-Hit Konkurrenz machen würde, damit hatte wahrscheinlich niemand gerechnet.

Musikproduzent Baauer dürfte für diesen Hype sehr dankbar sein, denn auch sein Youtube-Video hat mittlerweile mehr als drei Millionen Klicks. Auf seiner Facebook-Seite posten User täglich unzählige eigene "Harlem Shake"-Kreationen.

Auf dem New Yorker Times Square fand diese Woche bereits ein großer Flashmob zum "Harlem Shake" statt. Rund 200 Menschen in bizarren Kostümen schüttelten ihre Körper über den Platz. "Gangnam Style ist so 2012 – der Harlem Shake ist das Ding für 2013", verkündeten die Organisatoren auf der Facebook-Seite des Events.

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