10.02.2013, 10:35

Smog in Peking Dicke Luft verdirbt Chinesen die Böller-Laune


Chinesisches Neujahrsfest: Laut und bunt war es trotzdem

Foto: Diego Azubel / dpa

Chinesisches Neujahrsfest: Laut und bunt war es trotzdem Foto: Diego Azubel / dpa

China hat das Jahr der Schlange begrüßt. Wegen der Luftverschmutzung war das Böller-Getöse zum Neujahrsfest verhaltener etwas als sonst.

Der dicke Smog hat den Menschen in Peking dieses Jahr die Lust auf Böller zum chinesischen Neujahrsfest gründlich verdorben. Das Feuerwerk zur Begrüßung des neuen Jahres begann in der Nacht zum Sonntag deutlich später und dauerte kürzer als in früheren Jahren, nachdem die chinesische Regierung wegen der Luftverschmutzung zur Zurückhaltung gemahnt hatte.

Seit dem Verkaufsstart am Dienstag waren 37 Prozent weniger Knaller verkauft worden als in der gleichen Zeit des Vorjahres, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Statt 410.000 Kisten wurden in Peking nur 260.000 abgesetzt. Die Stadtverwaltung hatte den Verkauf von 750.000 Kisten erlaubt, im Vergleich zu 810.000 ein Jahr zuvor.

Doppelt so viele Smog-Tage

Die chinesische Hauptstadt leidet seit Wochen immer wieder unter extrem schlechter Luft, wenn hohe Verschmutzung aus Verkehr und Industrie mit ungünstigem Wetter zusammenkommt. Die Zahl der Tage mit Smog war im Januar mehr als doppelt so hoch wie im Januar vorigen Jahres. Im vergangenen Jahr hatten die Neujahrsfeiern noch einmal für einen starken Anstieg der Luftverschmutzung gesorgt.

Feiern zum Neujahrsfest gab es auch in Vietnam, Nordkorea und Indonesien. In der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang strömten die Menschen mit Blumen zu riesigen Statuen der ehemaligen Führer Kim Il Sung und Kim Jong Il. In Jakarta in Indonesien gingen viele Menschen chinesischer Herkunft in den ältesten Tempel der Stadt, um für Gesundheit und Erfolg zu beten. In Indonesien waren chinesische Traditionen bis 1998 verboten.

(AP/ap)
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