08.02.2013, 14:45

"Nipplegate"-Verbot CBS warnt Stars vor zu viel Haut bei Grammy Awards


„Nipplegate“: Während der Halbzeitpause des Superbowl 2004 hatte der Sänger Justin Timberlake die Brust seiner Kollegin Janet Jackson entblößt – vor mehr als 100 Millionen Fernsehzuschauer

Foto: gk/rf / picture alliance / dpa

„Nipplegate“: Während der Halbzeitpause des Superbowl 2004 hatte der Sänger Justin Timberlake die Brust seiner Kollegin Janet Jackson entblößt – vor mehr als 100 Millionen Fernsehzuschauer Foto: gk/rf / picture alliance / dpa

Beim Superbowl 2004 hatte Justin Timberlake die Brust von Janet Jackson entblößt, der übertragende Fernsehsender CBS musste eine Strafe zahlen. Weitere „Nipplegates“ will er daher unbedingt vermeiden.

Vor der Verleihung der Grammy Awards hat der US-Fernsehsender CBS die Stars aufgefordert, bei der Show nicht zu viel Haut zu zeigen. In einer E-Mail an die Agenten der Stars heißt es, die Gäste sollten "darauf achten, dass Gesäß und Brüste ausreichend bedeckt sind", berichten mehrere US-Medien.

"Kleidungsstücke wie Strings sind problematisch", heißt es in dem Schreiben demnach weiter. Auch sollten die Stars auf transparente Kleidung verzichten, die den Blick auf Brustwarzen erlauben könne. Die begehrten US-Musikpreise werden am Sonntag verliehen.

CBS zieht mit diesen Anweisungen offenbar die Konsequenz aus einem Skandal, der unter dem Schlagwort "Nipplegate" in den USA für Aufsehen gesorgt hatte. Während der Halbzeitpause des Superbowl 2004 hatte der Sänger Justin Timberlake die Brust seiner Kollegin Janet Jackson entblößt – vor mehr als 100 Millionen Fernsehzuschauern.

Geldbuße von 550.000 Dollar für CBS

Die Medienaufsicht FCC hatte CBS anschließend eine Geldbuße von 550.000 Dollar (heute 406.000 Euro) auferlegt. Ein Berufungsgericht hob diese Strafe jedoch auf, da der Sender für den Vorfall nicht verantwortlich gemacht werden könne.

Die Grammy-Gala in Los Angeles könnte diesmal aber ohnehin eine äußerst männliche Angelegenheit werden. Unter anderem mit den Rappern Kanye West und Jay-Z sowie dem Hip-Hop-Musiker Frank Ocean sind die Top-Favoriten allesamt Männer. Auch in der Kategorie "Album des Jahres" – 2012 noch von Adele abgeräumt – ist diesmal keine einzige Frau nominiert.

Moderiert wird die Veranstaltung vom Rapper LL Cool J. Und dann ist da noch Justin Timberlake, dessen Comeback am Grammy-Abend mit großer Spannung erwartet wird. Der Musiksender MTV sieht sogar schon ein ganzes "Jahr der Männer" heraufziehen.

(dpa/AFP/jds)
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