07.02.13

Udo Reiter

Ex-MDR-Chef spricht über "Gesindel" aus dem Westen

Udo Reiter war der erste Intendand des MDR. Nun räumt er Fehler in der Aufbau-Phase ein. An viele Aufbauhelfer hat keine guten Erinnerungen.

Foto: dpa

Erinnerungen: Ex-MDR-Intendant Reiter hat nach der Wende nicht nur Positives erlebt
Erinnerungen: Ex-MDR-Intendant Reiter hat nach der Wende nicht nur Positives erlebt

Rund 20 Jahre lang stand Udo Reiter dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) als Intendant vor, bis er im Jahr 2011 in den Ruhestand ging. Nun veröffentlicht er seine Autobiografie. An westdeutsche Aufbauhelfer in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung hat er dabei nicht nur gute Erinnerungen.

"Da ist zum Teil richtiges Gesindel rübergekommen! Leute, die drüben nichts geworden waren – und die dann hier die Menschen beschissen haben, nach Strich und Faden", sagte Reiter im Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit".

"Ich habe mich oft geschämt für das Pack. Aber am Ende zählt für die Ostdeutschen: Wir haben gezeigt, dass wir es können." Reiter war von 1991 an der erste Intendant des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) und baute den Sender mit auf.

Selbstkritik Reiters am Aufbau des MDR

Im Jahr 2011 war der mittlerweile 68-Jährige in den Ruhestand gegangen. Vor seiner Zeit beim MDR hatte er als Hörfunkdirektor beim Bayerischen Rundfunk gearbeitet.

In einem Interview mit der "Bild" hatte Reiter zuletzt auch Fehler eingeräumt: "Es gibt sicher auch Anlass zur Selbstkritik. Mein Hauptfehler war, dass ich die Phase des unkonventionellen Sender-Aufbaus nicht rechtzeitig beendet habe. Wir hatten am Anfang wenig Zeit und Platz für bürokratische Korrektheit – wir mussten ständig improvisieren."

Mitte Februar kommt Reiters Autobiografie "Gestatten, dass ich sitzen bleibe" in die Buchläden.

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