30.01.2013, 18:56

Kunstraub Heiße Spur zu gestohlenen Gemälden aus Rotterdam

Der Kunstraub in Rotterdam zählte zu den spektakulärsten der vergangenen Jahre. Noch immer sind sieben Gemälde, u. a. von Picasso und Monet, verschwunden. Doch jetzt wurden sie angeblich gesehen.

Ein Verdächtiger des spektakulären Kunstraubs in Rotterdam will zwei der gestohlenen Bilder gesehen haben. Sein Mandant Petre Condrat sei zu einem Treffen mit einem potenziellen Käufer gebeten worden und habe dort je ein Gemälde von Henri Matisse und Paul Gauguin gesehen, sagte der Anwalt Catalin Dancu nach einer Vernehmung Condrats durch die Staatsanwaltschaft.

Ein anderer Verdächtiger, mit dem Condrat seit langer Zeit befreundet sei, habe ihn zu dem Treffen eingeladen. Bei der Zusammenkunft waren laut dem Anwalt neben dem Anbieter auch der potenzielle Käufer, ein Bukarester Galerist, und ein Kunstexperte anwesend. Bis zu seiner Ankunft habe Condrat nicht gewusst, dass es um Diebesgut gehe.

Sein Freund habe ihm gesagt, die Gemälde kämen aus Frankreich. Erst als die Bilder präsentiert wurden, "hat er verstanden, dass da was nicht stimmt", sagte der Anwalt weiter.

Insgesamt sechs Verdächtige

Condrat, ein früheres Fotomodell, gehört zwar zu den Verdächtigen, ist jedoch auf freiem Fuß. Er und drei weitere Rumänen wurden im Zusammenhang mit dem Kunstraub von der Staatsanwaltschaft beschuldigt; die Ermittlungen laufen. Nach Angaben aus Justizkreisen gibt es insgesamt sechs Verdächtige.

Bei dem spektakulären Einbruch in die Kunsthalle Rotterdam waren Mitte Oktober insgesamt sieben Meisterwerke von unschätzbarem Wert gestohlen worden, darunter auch Gemälde von Pablo Picasso, Claude Monet und Lucian Freud. Die Diebe sollen den nächtlichen Einbruch präzise vorbereitet haben. Von allen Werken fehlt bis heute jede Spur.

(AFP/kami)
Di, 16.10.2012, 17.13 Uhr

Bei einem Einbruch in einem Rotterdamer Museum wurden nach Angaben der Polizei sieben berühmte Gemälde gestohlen, darunter sind Werke von Pablo Picasso, Henri Matisse und gleich zwei von Claude Monet.

Video: dapd
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