29.01.2013, 04:38

USA Todesstrafe für einen Brandstifter in Kalifornien


Wegen Mordes an fünf Menschen durch einen Waldbrand ist Rickie Lee Fowler zum Tode verurteilt worden

Foto: Stan Lim / dapd

Wegen Mordes an fünf Menschen durch einen Waldbrand ist Rickie Lee Fowler zum Tode verurteilt worden Foto: Stan Lim / dapd

Weil er einen Brand oberhalb von Los Angeles gelegt hat, ist ein junger Mann zum Tode verurteilt worden. Fünf Menschen fielen dem Feuer im Jahr 2003 zum Opfer. Dennoch ist das Urteil umstritten.

Wegen Brandstiftung und Mordes ist ein Mann in Kalifornien zum Tode verurteilt worden. Der heute 31-jährige Rickie Lee Fowler hatte im Jahr 2003 oberhalb von Los Angeles einen Waldbrand verursacht, der erst nach neun Tagen gelöscht werden konnte und bei dem mehr als 1000 Gebäude zerstört wurden. Fünf Menschen erlitten Herzanfälle und starben.

Ein Gericht in San Bernardino sprach den Beklagten im August der Brandstiftung und des Mordes in fünf Fällen für schuldig. Die Geschworenen befürworteten die Todesstrafe, die jetzt verhängt wurde.

Das Urteil ist umstritten. Rechtsexperten hatten bereits nach der Empfehlung der Geschworenen darauf hingewiesen, dass die Todesstrafe womöglich nicht angemessen sei. Es sei die Frage, ob der Mann habe voraussehen können, dass fünf Personen sterben würden.

Erst im November 2012 hatte sich die Mehrheit der Kalifornier bei einem Bürgerbegehren für die Beibehaltung der Todesstrafe ausgesprochen.

(dapd/tts)
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