27.01.13

Berlin

Obdachlose von Männern mehrfach vergewaltigt

Eine Obdachlose wurde in Berlin mehrfach vergewaltigt und misshandelt. Die zwei Täter würgten die 33-Jährige so heftig, dass sie dem Tode nah war. Als die Polizei kam, waren die Täter noch da.

Von Michael Behrendt

Eine 33 Jahre alte Frau ist in Berlin in der Nacht zum Sonntag das Opfer einer besonders brutalen Vergewaltigung geworden. Zeitweilig bestand für die Frau sogar Lebensgefahr. Die Polizei konnte die beiden mutmaßlichen Täter noch am Tatort festnehmen.

Gegen 22.50 Uhr wurden Polizisten von einem Zeugen zu einem leer stehenden Haus an der Rostocker Straße in Moabit gerufen. In dem Gebäude, das saniert werden soll, halten sich häufig Obdachlose auf. Ersten Erkenntnissen nach drangen ein 36 Jahre alter Lette und ein 39 Jahre alter Litauer in die Räume ein und fielen über die 33-Jährige her, die sie nicht kannten.

Bei der Vergewaltigung soll die deutsche Frau massiver Gewalt ausgesetzt gewesen sein, berichtete die Polizei. Beide Männer sollen sich an ihr vergangen und das Opfer immer wieder geschlagen und auch getreten haben. Wie die "Berliner Morgenpost" erfuhr, sollen die beiden Männer die Obdachlose während der sexuellen Übergriffe so heftig gewürgt haben, dass die behandelnden Ärzte im Krankenhaus später zu dem Ergebnis kamen, dass die 33-Jährige mehrfach dem Tode nahe gewesen sein muss.

Als die Polizeibeamten, alarmiert von einem Zeugen – bei ihm handelt es sich ebenfalls um einen Obdachlosen, der jedoch ein Mobiltelefon hatte –, in das Zimmer kamen, saß die Frau weinend in einer Ecke; die beiden Täter waren ebenfalls anwesend. Sie wurden überwältigt und festgenommen. Wie sich später herausstellte, waren beide angetrunken. Allerdings nicht so stark, dass sie auf "nicht zurechnungsfähig" plädieren könnten, hieß es in Ermittlerkreisen.

Zahllose Tritte und Schläge

Die beiden Männer haben keinen festen Wohnsitz in Deutschland. Die 33 Jahre alte Frau hatte keinen Alkohol getrunken. Wann sie aus dem Krankenhaus entlassen werden kann, ist noch unklar. Sie ist nach Polizeiangaben schwer verletzt, Ermittler sprachen von einem schlimmen Anblick. Gesicht und Körper seien durch zahllose Tritte und Schläge mit Blutergüssen übersät.

Nach Angaben eines Polizeibeamten ist es ein Glücksfall, dass die beiden Männer gefasst werden konnten. "In der Obdachlosenszene werden solche Fälle meist nicht bekannt, weil sich die Opfer nicht nur wegen des sexuellen Übergriffs schämen, sondern wegen ihrer Gesamtsituation." Es sei auch dem Zeugen mit dem Handy zu danken, dass er den Vorfall gemeldet hat.

Die beiden Männer wurden am Sonntag dem Richter vorgeführt. Er erließ gegen beide einen Haftbefehl, der unmittelbar in Vollzug gesetzt wurde. Nach Informationen der "Berliner Morgenpost" sollen sie sich zu den Vorwürfen nicht geäußert haben.

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