26.01.2013, 12:10

Wetter-Achterbahn Deutschland geht von minus 21 auf plus sechs Grad

Thüringen und Brandenburg bibberten in der bisher kältesten Nacht des Jahres. Am Sonntag dann wird es überall in Deutschland deutlich wärmer. Meteorologen warnen vor Kreislaufbeschwerden und Blitzeis.

Von bitterkalt zu schmuddelwarm: In Deutschland fahren die Temperaturen in den kommenden Tagen regelrecht Achterbahn. In Berlin und Brandenburg etwa gab es in der Nacht zum Samstag klirrende Kälte: Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Potsdam wurden in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) minus 18,7 Grad gemessen, in Coschen (Oder-Spree) und Baruth (Teltow-Fläming) zeigte das Thermometer jeweils minus 18,6 Grad.

Für die Region war dies die bisher kälteste Nacht des Jahres. Noch eisiger war es in Thüringen. In Starkenberg (Altenburger Land) wurde mit minus 19 Grad Celsius die Tiefsttemperatur im Freistaat gemessen, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes in Leipzig.

Der kälteste Ort Deutschlands ...

Den bundesweiten Tiefstrekord hingegen hält eine Gemeinde in Sachsen: Bertsdorf-Hörnitz (Landkreis Görlitz) war in der Nacht zu Samstag mit minus 21,3 Grad Celsius der kälteste Ort Deutschlands. In der Nacht zum Sonntag werden örtlich in vielen Teilen Deutschlands noch bis zu minus sechs Grad erwartet. Dann zieht das Thermometer stark an.

In Hessen etwa erwarten die Meteorologen für den Sonntag dann schon wieder bis zu plus sechs Grad. "Da werden Menschen mit schwachem Kreislauf ordentlich Probleme bekommen", warnte eine DWD-Sprecherin in Offenbach (Hessen).

Grund für den plötzlichen Temperaturanstieg ist ein Hoch, das milde Luft vom Atlantik zu uns bringt. Dabei könnte es nach Einschätzung des DWD vor allem wieder in der Nacht zum Montag glatte Straßen geben. Denn der erwartete Regen gefriert sofort zu gefährlichem Blitzeis, sobald er auf den noch immer kalten Boden trifft.

Erst am vergangenen Sonntag hatte Eisregen den Flughafen und die Straßenbahnen in Frankfurt komplett lahmgelegt und für ein Verkehrschaos gesorgt.

Dass sich mit dem Temperaturumschwung allerdings schon das Frühjahr ankündigt, glaubt die Meteorologin nicht. Wenn die Temperaturen im Februar wieder in den Keller gingen, sei das völlig normal – der genaue Zeitpunkt dafür sei aber noch völlig unklar.

(dpa/krott)
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