Dschungelcamp 2013
Nerv-Fiona stolpert auf der Zielgeraden
Sie hatte sich die Dschungelkrone so gewünscht. Doch kurz vor dem Erreichen ihres großen Ziels muss Model Fiona Erdmann an Tag 15 das RTL-Camp verlassen. Es wurde aber auch Zeit.
Deutschland hat gewählt: Eine 2,10 Meter große Supertranse, ein einfach gestrickter Sängerknabe und ein gut gebautes Soap-Sternchen stehen im Finale des Dschungelcamps 2013. Magermodel Fiona ist auf der Zielgeraden über ihre eigenen dünnen Beinchen gestolpert und muss einen Tag vor dem großen Showdown ins Hotel zurück.
Dabei hatte sie wirklich alles gegeben: Keine biss so aufopferungsvoll in Schafshoden, keine ließ sich bereitwilliger mit stinkendem Fischschleim übergießen. Alles fürs Team! Die Dschungelkrone? "Die interessiert mich gar nicht – dabei sein ist alles!"
Wobei wir auch schon beim Grund für Fionas Ausscheiden wären: ihre miese Schauspielleistung. Sie wollte so sehr siegen – von ihrem grenzenlosen Ehrgeiz konnte nicht einmal ihre feuerrot gefärbte Zauselmähne ablenken. Noch am Vortag veräppelte sie die Zuschauer mit einem grotesken Schmierentheater: Nahtoderfahrung mit lautem Winseln und Schreien. Doch sie durfte vorerst bleiben – Patrick musste seinen Rucksack packen.
Fionas Dauergequassel nervt Kandidaten und Zuschauer
Doch heute wurde es offenbar selbst den RTL-Zuschauern zu bunt. Zwar fiel ihr Generve weniger dramatisch aus, doch ihr Dauergequassel ging selbst dem friedfertigen Joey "so auf den Sack". Und selbst er, der nun nicht gerade ein Blitzmerker ist, hat die wahren Absichten der 24-Jährigen längst durchschaut: "Die ist so geil nach der Krone, dass sie sich die Finger abschleckt." War wohl nichts.
Die letzte (auch biologische) Frau im Dschungelfinale wird also Claudelle sein, die heute ihren Geburtstag feierte. Doch wie sollte der große Tag schön werden, wenn man wach wird, und es wartet schon Fiona vor der Pritsche, um endlich gratulieren zu dürfen? Dementsprechend gedrückt ist Claudelles Laune: Sie vermisst ihre Familie und echte Freunde.
Die Dschungelprüfung, zu der alle vier verbliebenen Kandidaten antreten müssen, trägt auch nicht gerade dazu bei, ihre Stimmung zu heben: Sie schafft es als Einzige nicht, einen Schaumstoffstern, der in einem Weiher schwimmt, durch Draufspringen entzweizuteilen.
Kakerlaken-Torte wird mit Genuss verspeist
Erst als Joey und Olivia, als Aufgabe der heutigen Schatzsuche, eine Torte für sie ins Lager bringen, bessert sich ihr Gemütszustand. Die paar Dutzend Kakerlaken, die darauf herumkrabbeln, werden energisch weggefegt, und das süße Gebäck wird mit Genuss verzehrt. Was zwei Wochen Fernsehdschungel aus Z-Promis macht ...
Als dann später noch ein Fläschchen Sekt im Dschungeltelefon auf Claudelle wartet, ist es plötzlich der tollste Geburtstag aller Zeiten. Beschwipst lassen die vier bei einer heiteren Polonaise "die Löcher aus dem Käse fliegen" und schmettern einen Partykracher nach dem anderen.
Nur Joey hätte gerne eine weniger derbe Liedauswahl: Immer wieder stimmt er die romantische Ballade "Remember Me" an, wird jedoch sofort wieder vom "roten Pferd" übertönt.
So geht es ihm auch, als im Camp mal wieder leidenschaftlich über Sex diskutiert wird. Er möchte von dem Schweinkram nichts hören, erntet aber nur lüsternes Gelächter.
Besonders Claudelle scheint durch die kleinen, romantischen Botschaften, die ihr Partner für sie auf ihr Kissen gekritzelt hat, mächtig angeheizt zu sein: "Mein Fickschlitten", steht da und: "Ich freue mich auf den nächsten Blowjob." – was sie auch bereitwillig und laut in die Kameras vorliest. "Ich liebe es eben, über Sex zu sprechen!", rechtfertigt sie sich.
Lieber Patrick Nuo, so macht man das! Die schlüpfrigen Details strategisch günstig erst kurz vor dem Finale herausposaunen – nicht schon in der ersten Woche. Deshalb ist Claudelle, die lange genauso unauffällig war wie der Schweizer Schönling, auch noch dabei und hat realistische Chancen auf die Dschungelkrone. Wobei: Wer sollte gegen eine 2,10 Meter große Supertranse ankommen? Eben.



















