23.01.13

Spektakulärer Coup

Drei Kunstdiebe von Rotterdam in Rumänien verhaftet

Die Täter sollen der rumänischen Polizei bereits bekannt sein. Von den sieben Gemälden, darunter auch Werke von Monet, fehlt noch jede Spur.

Foto: AFP

In der Rotterdamer Kunsthalle hängt jetzt ein Gemälde von Camille Pissarro an der Stelle, wo sich vor dem Raub ein Werk von Henri Matisse befunden hat
In der Rotterdamer Kunsthalle hängt jetzt ein Gemälde von Camille Pissarro an der Stelle, wo sich vor dem Raub ein Werk von Henri Matisse befunden hat

Rund drei Monate nach dem spektakulären Kunstraub von Rotterdam haben Behörden in Rumänien drei Verdächtige verhaftet.

Die drei Rumänen, die aus der Rotterdamer Kunsthalle wertvolle Werke gestohlen haben sollen, sind der rumänischen Polizei aus der Unterwelt bekannt. Dies berichtete die rumänische Tageszeitung "Evenimentul Zilei" am Mittwoch.

Das Trio sei am Dienstag in Bukarest verhaftet worden, bestätigte das Gericht im 5. Bukarester Stadtbezirk am Mittwoch. Dieses Gericht hatte den Haftbefehl am Montag erteilt. Bereits am Dienstag hatten rumänische Medien über die Verhaftung der Männer berichtet. Die Kunstwerke seien noch nicht wiedergefunden worden, hieß es.

Gemälde im Wert von 50 bis 100 Millionen Euro

In der Nacht vom 15. zum 16. Oktober 2012 waren aus dem Rotterdamer Museum sieben Gemälde mit einem Gesamtwert von insgesamt 50 bis 100 Millionen Euro gestohlen worden, darunter Meisterwerke von Pablo Picasso, Paul Gauguin, Claude Monet und Henri Matisse. Die Kunstwerke seien noch nicht wiedergefunden worden, hieß es.

Die verhafteten Tatverdächtigen seien "kleine Langfinger", die als Bande seit Jahren den Raum der Donaudelta-Stadt Tulcea unsicher machten, berichtete "Evenimentul Zilei" weiter. Unter anderem seien sie dort der Polizei durch gewaltsame Auseinandersetzungen mit rivalisierenden Banden aufgefallen.

Die Zeitung nannte die Namen dieser Verdächtigen. Sie stimmen mit den Namen von drei Männern überein, deren Verhaftung für 29 Tage das Gericht im 5. Bukarester Stadtbezirk am Montag verfügt hatte, auf Antrag der obersten Staatsanwaltschaft des Landes.

Überwachungsvideo überführte die Täter

Gestellt habe die Tatverdächtigen eine Sondereinheit der rumänischen Staatsanwaltschaft, die organisierte Verbrecher und Terroristen verfolgt, hieß es in den Medienberichten weiter. Hilfreich seien dabei die Videoaufnahmen von den Räubern gewesen, die eine Überwachungskamera im Museum aufgezeichnet hatte.

Bei den gestohlenen Werken handelt es sich um "Tête d'Arlequin" (1971) von Pablo Picasso, "La Liseuse en Blanc et Jaune" (1919) von Henri Matisse, "Waterloo Bridge, London" (1901) und "Charing Cross Bridge, London" (1901) von Claude Monet, "Femme devant une fenêtre ouverte, dite la Fiancée" (1888) von Paul Gauguin, "Autoportrait" (zirka 1889-1891) von Meyer de Haan sowie "Woman with Eyes Closed" (2002) von Lucian Freud.

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