22.01.2013, 18:02

Gewagte Pädagogik Lehrerin soll Schüler an die Leine gelegt haben

Zeitung: Lehrerin soll Schueler angeleint haben

Foto: dapd

Eine Lehrerin in Niedersachsen hat offenbar zu einer drastischen Strafmaßnahme gegriffen: Sie soll einen Schüler angeleint und wie einen Hund geführt haben. Nun ermittelt die Landesschulbehörde.

Was wohl als erzieherische Maßnahme gedacht war, hat einer Lehrerin im niedersächsischen Wennigsen nun ein Ermittlungsverfahren der Landesschulbehörde eingebracht. Um einen Schüler zu maßregeln, soll die Lehrerin ihm eine Hundeleine um den Bauch gebunden und ihn wie einen Hund geführt haben.

Der erst jetzt bekannt gewordene Vorfall hat sich der "Neuen Presse" zufolge bereits auf einer Klassenfahrt vor den Herbstferien im vergangenen Oktober ereignet. Mitschüler waren demnach auch anwesend. Die Schulleitung habe den Vorfall der Landesschulbehörde gemeldet.

Pädagogin droht Entlassung

Weil die Ermittlungen noch liefen, gebe es bisher kein Disziplinarmaßnahmen gegen die Lehrerin. Nach Abschluss des Verfahrens drohen der Pädagogin Konsequenzen nach dem Niedersächsische Disziplinargesetz. Im Strafkatalog sei als äußerste Maßnahme für Beamte sogar die Entfernung aus dem Beamtenverhältnis denkbar, wie die Sprecherin der Landesschulbehörde gegenüber der "Neuen Presse" erklärte.

Wie die Zeitung weiterhin berichtet, war dies nicht der erste Zwischenfall mit der Beschuldigten. Im Zuge der laufenden Ermittlungen seien weitere Vorwürfe gegen sie zur Sprache gekommen. Einzelheiten seien bislang noch nicht bekannt.

(dapd/ire)
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