21.01.2013, 21:40

A4 70 Kilometer langer Autobahn-Stau in Thüringen


Auf der Autobahn 4 war es zu einem gewaltigen Stau gekommen

Foto: Norbert Millauer / dapd

Schnee, Minusgrade, nichts ging mehr auf der A4: Von Hessen bis nach Gotha stauten sich die Autos nach einem Unfall – zeitweise bis zu 70 Kilometer. Erst nach Stunden kam die Blechlawine ins Rollen.

Bei frostigen Temperaturen haben Tausende Autofahrer am Montag in einem Megastau auf der Autobahn 4 in Thüringen ausharren müssen. Am frühen Morgen waren zwischen Friedewald und Bad Hersfeld auf hessischer Seite der Landesgrenze Lastwagen ins Schleudern gekommen und konnten danach nicht mehr anfahren.

Daraufhin blieb die A4 gen Frankfurt/Main stundenlang gesperrt. Die Autos stauten sich zeitweise auf bis zu 70 Kilometern Länge bis nach Gotha, wie ein Sprecher der Thüringer Autobahnpolizei sagte.

Zudem wurden die Fahrzeuge weiter eingeschneit. Da die Autobahn jenseits der Landesgrenze teils nur zweispurig und ohne Standstreifen ist, seien Räumfahrzeuge nicht durchgekommen, um die Fahrbahn frei zu machen. Erst nach Stunden ging es langsam wieder vorwärts. Erst um 20.30 Uhr meldete die Polizei eine freie Strecke.

Stundenlanges Warten und Frieren

Für die Autofahrer im Stau bedeutete das stundenlanges Warten und Frieren. Den Angaben nach verteilten Helfer Decken, warme Getränke, Essen und Kraftstoff, doch sei es teils schwierig gewesen, an die Autofahrer heranzukommen.

Das Technische Hilfswerk war mit 18 Helfern und drei Fahrzeugen im Einsatz, um festgefahrene Wagen herauszuziehen.

In der Nacht zum Montag waren nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Thüringen bis zu 15 Zentimeter Neuschnee gefallen, vor allem im Werratal entlang der thüringisch-hessischen Landesgrenze. Besonders an Steigungen blieben daraufhin überall im Land Lastwagen liegen und blockierten den Verkehr.

(dpa/fp)
Mo, 21.01.2013, 15.40 Uhr

Winterchaos am Frankfurter Flughafen: Auch am größten deutschen Drehkreuz sind nach Schneefällen und Eis Flüge ausgefallen. Der Betrieb lief aber nach der zeitweiligen kompletten Sperrung wieder an.

Video: Reuters
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