21.01.13

Fernsehen

Wie Sanitäter "Dr. Bob" im Dschungelcamp berühmt wurde

Der Australier Bob McCarron gehört seit Jahren zur RTL-Show und brieft als Experte für Wildbiologie prominente Kandidaten vor einer Prüfung.

Foto: RTL

Der 62-Jährige ist Spezialeffekt-Künstler und war für eine Reihe von Kinofilmen wie „Matrix“ im Einsatz (hier mit Camp-Bewohnerin Georgina)
Der 62-Jährige ist Spezialeffekt-Künstler und war für eine Reihe von Kinofilmen wie "Matrix" im Einsatz (hier mit Camp-Bewohnerin Georgina)

Frage: Sind Sie in Australien auch so bekannt wie in Deutschland?

Dr. Bob: In Australien nicht, weil es die Show dort nicht gibt. Aber wenn ich nach England gehe, es gibt ja auch eine englische Ausgabe, winken die Leute mir schon zu. Ich finde das immer noch ziemlich seltsam. Während der Weihnachtsferien war ich in Vietnam, und am Flughafen von Ho-Chi-Minh-Stadt haben mich zwei deutsche Touristen angesprochen – und ein paar Minuten später zwei englische Touristen.

Frage: Die Kandidaten beschweren sich ja oft, wie hart es im Dschungelcamp sei. Ist das wirklich so, oder sind die alle verweichlicht?

Dr. Bob: Wenn Sie oder ich für ein paar Wochen campen gehen würden, so schwer wäre das nicht, oder?! (lacht) Die Kandidaten finden, es sei sehr beschwerlich. Ich denke, sie regen sich einfach übereinander auf, und das macht es hart. Und ich glaube, dass sie die Sache zu ernst nehmen.

Frage: Sie selbst legen eine gewisse Ironie an den Tag, wenn Sie in der Show auftauchen. Sie nehmen die Show offenbar nicht völlig ernst.

Dr. Bob: Ich habe Spaß dabei und will, dass die Leute nicht den Mut verlieren. Sie brauchen jemanden, dem sie vertrauen können und wissen, dass sie das bei mir können. Wir wollen während der Zeit des Camps eine gewisse Distanz zu den Kandidaten halten. Aber sie wissen, sollte es etwas Ernsthaftes geben, können sie mich immer ansprechen.

Frage: Ernsthaft wurde es, als Helmut Berger die Show aus gesundheitlichen Gründen verlassen musste. War seine Verfassung wirklich so schlecht, haben die Verantwortlichen seinen Gesundheitszustand unterschätzt?

Dr. Bob: Während seiner Zeit im Camp ist er sogar deutlich fitter und gesünder geworden. Wenn er bis zum Ende geblieben wäre, wäre es bestimmt noch mehr aufwärtsgegangen – aber die Hitze war so schlimm. Und bei älteren Leuten gibt es da Risiken. Es ist einfach zu heiß, die größte Hitze in Australien seit etwa 100 Jahren.

Frage: Die Kandidaten müssen bei Dschungelprüfungen "Leckereien" wie Känguruhoden oder Maden vertilgen. Haben Sie das auch schon mal gegessen?

Dr. Bob: Ich habe alles probiert, was sie essen müssen. Um zu sehen, wie es ist und schmeckt. Ich esse nicht so viel davon wie die Kandidaten, aber ich probiere es. Das meiste davon ist so schrecklich, wie sie sagen. Manchmal ein wirklich ekelhafter Geschmack...

Frage: Sie sind jetzt seit über zehn Jahren bei der Show dabei. Haben Sie sich ein Limit gesetzt, oder ist das open end?

Dr. Bob: Es ist offen. In der Crew für die Show sind mehr als 600 Leute, und in zehn Jahren ist man so etwas wie der örtliche Doktor in einem kleinen Dorf geworden. Man lernt alle gut kennen. Es ist wie eine große Familie.

Quelle: BM/dapd
© Berliner Morgenpost 2014 - Alle Rechte vorbehalten
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von der Berliner Morgenpost.
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Multimedia
Dschungelcamp, Tag 9

Claudelle im "Vorzimmer zur Hölle"

Top-Thema
title
Die besten Berlin-Videos

Das sind die Youtube-Favoriten der Redaktion.

Video Nachrichten mehr
Shitstorm Helene Fischer macht ihre Fans mit VW-Spot wild
Neuer Geldschein Das ist die neue 10-Euro-Banknote
Supermodel-Battle Wer sieht im Bikini besser aus?
Internethändler Amazon-Mitarbeiter streiken für mehr Geld
Top Bildershows mehr
Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Kriminalität

Geldtransporter am Apple Store überfallen

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote