16.01.13

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Frauenarzt wegen heimlicher Intimfotos angeklagt

Schwere Vorwürfe gegen einen Frauenarzt aus der Pfalz: Er soll in 1484 Fällen heimlich Patientinnen fotografiert, gefilmt und manche auch missbraucht haben. Nun wurde gegen ihn Anklage erhoben.

Foto: dpa

Für seine heimlichen Fotos muss sich ein Gynäkologe nun verantworten
Für seine heimlichen Fotos muss sich ein Gynäkologe nun verantworten

Weil er Hunderte Patientinnen heimlich fotografiert und einige auch missbraucht haben soll, ist gegen einen Frauenarzt aus der Pfalz Anklage erhoben worden.

Die Staatsanwaltschaft Frankenthal wirft ihm vor, über Jahre hinweg in 1484 Fällen während der gynäkologischen Untersuchung Fotos und Videos gemacht zu haben. In zehn Fällen hat der Mann aus Schifferstadt nach Darstellung der Ermittler außerdem Patientinnen missbraucht und dies gefilmt.

Patienten dachten, das gehöre dazu

Der Mediziner bestreitet laut Staatsanwaltschaft den Missbrauch und gibt an, er habe die Videos aus medizinischen Gründen gedreht.

Die Fotos habe er zum privaten Gebrauch gemacht und zuletzt fast täglich Dutzende Male auf den Auslöser gedrückt – auch in der Umkleidekabine der Praxis. Weitergegeben hat er die Aufnahmen nach Erkenntnissen der Ermittler nicht.

Die Patientinnen schöpften offenbar keinen Verdacht, sie nahmen der Mitteilung zufolge an, das Vorgehen des Arztes gehöre zur Untersuchung.

"Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs"

Der Fall war im September 2011 erst ans Licht gekommen, nachdem die Arzthelferinnen der Praxis stutzig wurden und sich an die Polizei wandten. 266 Frauen haben sich den Angaben zufolge entschlossen, Strafantrag gegen ihren früheren Arzt zu stellen. Zur Anklage kommen damit insgesamt 1484 Fälle von heimlichen Fotos und Videos.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann neben sexuellem Missbrauch die "Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs" der Frauen vor, und hat ein Berufsverbot beantragt. Derzeit ruht die Zulassung des Arztes. Auch illegale Waffen fanden die Ermittler bei ihm.

Quelle: dpa/jds
Quelle: dapd
19.06.12 1:01 min.
Rund 2300 Behandlungsfehler und Fälle mangelhafter Risikoaufklärung durch den Arzt haben die Schlichtungsstellen der Ärztekammern 2011 verzeichnet. 99 Menschen sind durch Ärztefehler gestorben.
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