16.01.13

Wetter

Wintereinbruch verursacht Verkehrschaos

Schnee und Frost haben zu vielen Unfällen geführt. Ein 21-jähriger Mann prallte gegen ein Winterdienstfahrzeug und kam dabei ums Leben.

Foto: dapd

Auch auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen kam es zu zahlreichen Unfällen
Auch auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen kam es zu zahlreichen Unfällen

Der Winter nistet sich in Deutschland bis mindestens nächste Woche ein. Bei Dauerfrost schneit es immer wieder, und der Schnee bleibt auch liegen. Auch tagsüber herrscht Frost. Höchstens am Oberrhein könne die Temperatur auch mal knapp über die 0-Grad-Marke steigen, sagte Stefan Bach vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Dienstag. In Berlin soll es in den nächsten Tagen immer mal wieder schneien. In Schleswig-Holstein kam es zu mehreren Lastwagen-Unfällen und auch an Rhein und Ruhr brachte der Schnee den Berufsverkehr ins Schlittern.

Tödlicher Unfall bei Marienberg

Auf der Bundesstraße 171 bei Marienberg im Erzgebirge ist ein 21-Jähriger mit dem Auto gegen ein Winterdienstfahrzeug geprallt und dabei ums Leben gekommen. Der Mann sei aus noch nicht bekannter Ursache in einer Kurve aus der Spur geraten und frontal gegen den Schild des ihm entgegenkommenden Traktors gefahren, teilte die Polizei am Dienstag mit. Er wurde im Wagen eingeklemmt und musste von der Feuerwehr geborgen werden. Er starb noch am Unfallort. Der 57 Jahre alte Fahrer des Winterdienstfahrzeugs erlitt einen Schock. Die Straße war etwa sieben Stunden lang gesperrt.

Bahn-Chef warnt vor Zugausfällen

Bahnchef Rüdiger Grube schließt Zugausfälle wegen des Wintereinbruchs nicht aus. "Wir sind noch nicht durch", sagte Grube der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Wenn das ganze Land tagelang von viel Schnee und Eis überzogen sei, müsse nach wie vor mit "einigen Ausfällen von Schienentechnik oder Zügen" gerechnet werden. Die Bahn verfüge nicht über genug Reservezüge. Bislang sei sie in diesem Winter aber besser als Autos und Flugzeuge unterwegs. "Besonders das hohe Reisendenaufkommen zu Weihnachten und zum Jahresende haben wir zuverlässig und mit hoher Pünktlichkeit bewältigt", betonte der Konzernchef.

Acht Zentimeter Schnee in Japan

Japan erlebt den heftigsten Schneefall seit sieben Jahren. In weiten Teilen des Landes sorgte dieser für Chaos und Stillstand. Im Osten des Landes seien innerhalb von neun Stunden acht Zentimeter Schnee gefallen, teilte das staatliche Wetteramt mit. Soviel Schnee habe es zuletzt im Januar 2006 gegeben. Laut einem Bericht des nationalen Fernsehsenders NHK wurden in Tokyo und Umgebung bei Unfällen fast 900 Menschen verletzt.

In Ungarn behinderten Schneefälle im Westen des Landes den Verkehr schwer. In den Bezirken Vas, Zala und Veszprem blieben Lastwagen an mehreren Stellen hängen oder rutschten in den Straßengraben. Am Tag zuvor waren in Ungarn bis zu 20 Zentimeter Neuschnee gefallen. Nach Angaben der Polizei erfror ein Mensch. Das Ungarische Sozialforum, eine regierungsunabhängige Organisation, gab bekannt, dass in Ungarn seit dem Herbst rund 130 Kältetote zu beklagen sind.

1000 Kilometer Stau in den Niederlanden

In Belgien schneite es vor allem im nördlichen Landesteil Flandern. Im Küstenort Ostende lag ein zehn Zentimeter dicker Schneeteppich – das hat es nach Angaben von Meteorologen zuletzt im Dezember 1985 gegeben. Am meisten Schnee meldete die Wetterstation in Semmerzake in Ostflandern, schrieb die belgische Nachrichtenagentur Belga. Dort erreichte die weiße Pracht eine Höhe von elf Zentimetern. Trotz des Wetters lief das Bus- und Zugverkehr außer wenigen Verspätungen normal, auch am Flughafen Brüssel gab es keine größeren Probleme. Die niederländischen Nachbarn registrierten wegen starken Schneefalls landesweit 1000 Kilometer Stau.

In Spanien gaben die Behörden am Dienstag Unwetterwarnungen für die Pyrenäen und die Region Navarra im Norden des Landes wegen starker Schneefälle. In den Pyrenäen wurde nach Angaben des Wetteramts stellenweise bis zu 50 Zentimeter Neuschnee erwartet. Im Baskenland traten in der Gegend um die Küstenstadt San Sebastián nach heftigen Regenfällen einige kleinere Flüsse über die Ufer.

Quelle: dpa/jcw
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