09.01.2013, 08:52

Boeing Wieder Panne bei "Dreamliner" – Start abgebrochen

Mi, 09.01.2013, 10.32 Uhr

Leckstellen an Treibstoffleitungen: Alle „Dreamliner“-Flieger mussten Dezember 2012 zur Inspektion. Trotzdem ereignete sich jetzt ein Zwischenfall in Boston: United Airlines meldet 787-Probleme.

Video: Reuters
Beschreibung anzeigen

Nur einen Tag nach einem Feuer hat es wieder eine Panne gegeben, wieder in Boston. Die Boeing 787 hatte ein Treibstoffleck.

Wieder ist es bei einem Boeing-"Dreamliner" zu einem Zwischenfall gekommen. Nachdem am Montag in einer Maschine auf dem Bostoner Flughafen ein Brand ausgebrochen war, musste ein weiteres Flugzeug am Dienstag (Ortszeit) einen Start abbrechen – wieder in Boston.

Als Grund nannte ein Feuerwehrsprecher ein Leck am Treibstofftank, bei dem rund 150 Liter ausgetreten seien. Ein Feuer sei nicht ausgebrochen, niemand sei verletzt worden. Eine Sprecherin von Japan Airlines sagte, Ursache sei ein mechanisches Problem gewesen. Die Details seien noch nicht bestätigt. Boeing war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Die Unglücksmaschine vom Montag gehörte ebenfalls Japan Airlines. Bei dem Vorfall explodierte offenbar eine Batterie in einem Hilfstriebswerk, die Geräte an Bord mit Strom versorgt. Die US-Transportbehörde NTSB erklärte, das Feuer habe einen schwerwiegenden Schaden im Flugzeug angerichtet.

Auch United Airlines hat Probleme mit der Boeing 787

Laut einem Medienbericht hat auch United Airlines Schwierigkeiten mit einem seiner Dreamliner. Es handele sich um das Kabelproblem, dass auch an Bord der Japan-Airlines-Maschine am Montag für Probleme gesorgt habe,berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eine nicht näher genannte Person. United habe seine Maschinen kontrolliert, nachdem Japan Airlines seinen Dreamliner aus dem Verkehr gezogen habe.

Der Dreamliner gilt als Prestigeprojekt des Airbus -Konkurrenten Boeing, der das neue Modell erst mit jahrelanger Verspätung ausliefern konnte und zuletzt auch mit Triebwerksproblemen zu kämpfen hatte.

(BM)
Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter